Die Lockangebote auf Social Media sind verlockend: Gewinne ein fabrikneues Produkt nur durch einen einfachen Kommentar! Solche Versprechen begegnen uns immer häufiger, zum Beispiel auf Facebook. Ob es sich um ein fabrikneues Auto oder ein Tiny House handelt, das „aufgrund kleinerer Kratzer“ nicht verkauft werden kann – Betrüger ziehen alle Register, um ihre Opfer in die Falle zu locken.
Auf Facebook fängt es an
Es beginnt oft unscheinbar: Ein Beitrag auf Facebook verspricht ein wunderbares Gewinnspiel. Die User sollen lediglich einen Beitrag kommentieren, um die Chance auf einen großen Preis zu bekommen. Im Statusbeitrag heißt es dazu „Wir haben 5 Mini-Häuser, die wir aufgrund kleinerer Kratzer nicht verkaufen können. Da es sich immer noch in einem guten Zustand befindet, haben wir beschlossen, es an alle zu verschenken, die „Danke“ geschrieben haben. Der Gewinner wird vom Team direkt kontaktiert. Viel Glück!“

Aber wer steckt eigentlich hinter diesen Versprechen? Und was geschieht, wenn man auf das Gewinnspiel eingeht?
Die Wahrheit hinter den Bildern: Gewinnspiel oder Betrug?
Eine genaue Recherche enthüllt die dunkle Wahrheit. Die Bilder, die für das angebliche Gewinnspiel verwendet werden, stammen häufig aus fremden Quellen. Doch wer sind die Betrüger?
Unbekannte Identität und unerklärliche Verbindungen
Oft bleibt unklar, welche Firma oder Einzelperson hinter dem Gewinnspiel steckt. Es gibt kein Impressum, keine Postadresse, keine Kontaktmöglichkeiten auf der „Info-Seite“ auf Facebook, geschweige Teilnahmebedingungen– alles Dinge, die gesetzlich vorgeschrieben sind, für gewerblich genutzte Seiten. Stattdessen finden sich oft seltsame Hinweise, wie die Bezeichnung „Werbeagentur“ („Advertising Agency“), die mehr Fragen aufwerfen, als beantworten.

Der gefährliche Klick: Die Falle schnappt zu
Vom Tiny House zur Ikea-Geschenkkarte
Erst, wenn die User sich für die Teilnahme registrieren wollen, offenbart sich der wahre Charakter des Gewinnspiels. Ein Klick auf den Link führt zu einer Seite, die plötzlich in Verbindung mit Ikea steht. Statt des versprochenen Tiny House lockt nun eine 500-Euro-Geschenkkarte.

Eine weitere Registrierungsseite enthält ein Impressum mit einer Adresse in Großbritannien – alles Indikatoren dafür, dass mit dem Gewinnspiel etwas nicht stimmt.
Die persönlichen Daten im Visier der Betrüger
Der Preis für die Teilnahme? Persönliche Daten. Die vollständigen Namen der User, ihre E-Mail-Adressen – all diese Daten sind für die Betrüger Gold wert. Und sie werden oft weiterverkauft. Wir warnen immer wieder davor, bei dubiosen Gewinnspiel-Angeboten persönliche Daten preiszugeben.
Fazit: Ein Gewinnspiel, das seinen Preis hat
Ein angekratztes Tiny House, eine 500-Euro-Geschenkkarte – was auch immer das vermeintliche Gewinnspiel verspricht, der wahre Preis sind die persönlichen Daten der Teilnehmer. Es ist wichtig, immer vorsichtig zu sein und die Seriosität solcher Angebote zu überprüfen, um nicht in die Falle von Betrügern zu tappen.
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Weitere Leitfäden zu Fake-Gewinnspielen
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