E-Mobilität: Strom wird meist nicht durch Diesel-Generatoren generiert

Faktencheck: Mimikama klärt auf, dass E-Ladestationen nicht mit Diesel-Generatoren betrieben werden, sondern nur im Notfall deren Stromversorgung sichern

Die Behauptung

E-Ladestationen werden mittels Diesel-Generatoren betrieben und würden damit der Umwelt genauso viel Schaden zufügen wie Verbrennungsmotoren.

Faktencheck: Falsch

In vielen Fällen hatte sich der Vorwurf, die E-Ladestationen würden mittels Diesel-Generatoren betrieben, nicht bewahrheitet. Der AFP-Faktencheck hat zum besagten Bild herausgefunden, dass der Generator am Bild als Notstromaggregat für das Flughafenterminal diene und nicht mit der Ladestation verbunden sei.

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In den sozialen Netzwerken verbreitet sich im Augenblick ein Bild mit einer Ladestation für E-Fahrzeuge und einem im Hintergrund sichtbaren Diesel-Generator. Die Behauptung lautet, dass die Ladestation mittels Diesel-Generator betrieben würde und damit der Umwelt genau so viel Schaden zufüge wie Verbrennungsmotoren. 

E-Mobilität: Strom wird meist nicht durch Diesel-Generatoren generiert – mimikama.org
Screenshot Facebook

Das veröffentlichte Bild wurde bereits in einem Faktencheck der AFP behandelt. Diese fanden heraus, dass es sich um eine Ladestation in der Nähe des Flughafens in El Paso, Texas handle. Leider hatte der Flughafen auf die Anfrage von AFP nicht reagiert. Allerdings wies ein Pressesprecher von Blink, einem auf Ladestation notiertes Unternehmen, die Vorwürfe zurück. Die Ladestation würde nicht von dem Generator betrieben, sondern solle lediglich als Notstromversorgung des Terminals dienen. Der Generator sei also nur im Notfall im Einsatz, wenn der Hauptstrom ausfalle. 

Wir erhielten dazu schon vermehrt ähnliche Anfragen 

Im Mai 2018 wurde ein Sharepic mit Ladesäule und dahinter sichtbaren Container mit Schornstein am Hotel Burg Warberg geprüft. Auch hier gab es denselben Vorwurf, die Ladestation würde mit Diesel-Aggregat betrieben werden. Auf Anfrage von Mimikama erfuhren wir vom Hotel, dass sich in dem Container eine Pelletheizung befinde, die im Winter neben der Grundheizung mithelfe, die Burg Warberg zu heizen. Im Sommer würde diese mobile Heizung eingesetzt werden, um das Wasser des Freibades zu beheizen.

Im Mai 2019 gab es ebenfalls in Form eines Videos selbige Vorwürfe gegenüber der Stadtwerke Mühlhausen. Auch hier fand Mimikama heraus, dass die Vorwürfe nicht wahr sind. Die Stadtwerke versicherten, dass es zwischen dem Notstromaggregat und der E-Ladesäule keine Verbindung gäbe. Das vorhandene Aggregat sei eine verpflichtende Sicherheitsanforderung eines jeden zertifizierten Stadtwerkes, welches nur im Notfall zum Einsatz komme. 

Im September 2019 kam eine Anfrage zu einem Sharepic in dem die Behauptung aufgestellt wurde, dass der ÖAMTC liegengebliebene E-Autos mit einem Dieselaggregat laden würde. Hier konnte Mimikama herausfinden, dass es sich nicht um ein Diesel-Aggregat, sondern viel mehr um eine sehr große Powerbank handle, mit der die E-Autos in ca. 20 Minuten wieder fahrtüchtig gemacht werden können. 

Allein unsere Recherche zu den Diesel-Generatoren im Mai 2019 beim Formel E Grand Prix in Rom hatte ergeben, dass diese tatsächlich teilweise Strom aus Generatoren generieren müssen, da das normale Stromnetz nicht ausreichend Energie für alle Autos aufbringen könne. Laut Recherche würden diese Generatoren allerdings mit pflanzlichem Glycerin laufen, welches weniger schädlicher als Diesel sein solle. 

Fazit

In vielen Fällen hatte sich der Vorwurf, die E-Ladestationen würden mittels Diesel-Generatoren betrieben, nicht bewahrheitet. Der AFP-Faktencheck hat zum besagten Bild herausgefunden, dass der Generator als Notstromaggregat für das Flughafenterminal dienen solle und nicht mit der Ladestation verbunden sei. 

Quelle:

AFP
Unsere Artikel zu diesem Thema:
Tesla Ladestation mit Diesel-Großaggregat?
Das ist kein Dieselaggregat!
Wird beim Formel E Grand Prix mit Dieselgeneratoren getrickst!?

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