YouTube kündigt an, zukünftig Videos mit Verschwörungstheorien zu löschen, die den neuen Coronavirus mit dem 5G-Mobilfunkstandard in Verbindung bringen.
YouTube löscht zukünftig Verschwörungsvideos
Das betrifft vor allem Verschwörungstheorien, die den neuen Coronavirus mit 5G in Verbindung bringen.
Andere Verschwörungstheorien werden künftig vom Algorithmus weniger oft empfohlen.
Wie t3n berichtet, löscht YouTube künftig Verschwörungsvideos, die das Coronavirus mit dem 5G-Mobilfunkstandard in Verbindung bringen. In Großbritannien waren Sendemasten von Unbekannten in Brand gesteckt worden.
Bereits im März berichteten wir, dass das neue Coronavirus mit 5G nicht in Verbindung steht, doch Verschwörungstheorien, die einen Zusammenhang zwischen der Corona-Pandemie und dem Mobilfunkstandard 5G sehen, verbreiten sich rasant über soziale Netzwerke, Messaging-Dienste wie WhatsApp und Videoplattformen wie Youtube.
Diese Theorien haben offenbar im Vereinigten Königreich zu einer Reihe von Brandanschlägen auf Sendemasten verschiedener Mobilfunkanbieter geführt. Der britische Staatssekretär für Kabinettsangelgenheiten Michael Gove bezeichnet diese Theorien sogar als „gefährlichen Unsinn“. Zuvor soll es in Großbritannien zu Drohungen und tätlichen Angriffen auf mit dem Netzausbau betreute Telekommunikationsangestellte gekommen sein.
YouTube zeigt daraufhin Taten und kündigte an, entsprechende Verschwörungsvideos von der Plattform zu löschen. Laut dem Guardian sollen jedoch Videos, die 5G-Verschwörungstheorien ohne Coronabezug teilen, weiterhin toleriert werden. Diese werden aber künftig auch seltener vom YouTube-Algorithmus empfohlen, was ihre Reichweite eindämmt.
Das behauptet die Verschwörungstheorie:
Es kursieren unterschiedliche Theorien zum Coronavirus und 5G. Die vermutlich populärste Theorie besagt, dass die Strahlung der Sendemasten das Immunsystem schwäche und damit die Infektion durch das Coronavirus beschleunigt. Als Beleg soll die im weltweiten Vergleich hohe Verbreitung von 5G-Sendemasten in China herhalten. Eine andere Theorie wieder behauptet, die Funkwellen selbst führten zu grippeähnlichen Symptomen.
„Die Idee, dass 5G das Immunsystem schwäche, hält einer Überprüfung nicht stand“,
erklärte Mikrobiologieprofessor Simon Clarke gegenüber der BBC.
Radiowellen könnten zwar grundsätzlich negative Effekte auf das Immunsystem haben, die bei 5G eingesetzten Frequenzen jedoch seien dafür viel zu niedrig. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Bundesamt für Strahlenschutz halten derzeit Gesundheitsschäden durch 5G im Rahmen der gesetzlichen Grenzwerte ausgeschlossen.
Passend zum Thema: Coronavirus: WHO prüft die Gefahr von Neuinfektion!
Artikelbild: Shutterstock / Von Sasa Kadrijevic
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)
