Nicht genug Online-Reichweite – Zielgruppen sind gar nicht von Fehlinformation betroffen

Fakten-Checker haben im Internet zu wenig Reichweite und kommen nicht an die Menschen heran, die am meisten von Fake News betroffen sind. Das besagt eine Studie von Alto Data Analytics.

„Fakten-Checker sind in der breiteren soziopolitischen Konversation durchaus effektiv. Aber es fehlt ihnen an Reichweite und sie haben nur die Aufmerksamkeit von digitalen Gruppen, die gar nicht Ziel von Fehlinformation sind und sie auch nicht verbreiten“,

schreiben die Analysten.

Kein Einfluss in Fake-News-Gemeinschaften

Die Experten von Alto Data Analytics ermittelten auf Twitter anhand von Retweets die Reichweite von mehr als einem Dutzend Fakten-Checker-Gruppen in fünf EU-Ländern. Je öfter deren Tweets innerhalb von größeren Twitter-Gemeinschaften im Zeitraum von Dezember 2018 bis März 2019 geteilt wurden, desto größer war ihre Online-Präsenz.

Das Ergebnis war ernüchternd: Nur zwischen 0,1 und 0,3 Prozent der Tweets stammten ursprünglich von einer der analysierten Fakten-Checker-Gruppen oder enthält auch nur eine Erwähnung von ihnen. Die Online-Gemeinschaften, die am meisten von Fake News betroffen sind, haben so gut wie keinen Kontakt mit Fakten-Checkern.

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Im Zuge der Studie untersuchte Alto Data Analytics auch, in welchem Ausmaß Nutzer von aggressiven, hyperaktiven Fake-News-Quellen bombardiert werden. Dabei stellte sich heraus, dass weniger als ein Prozent der Twitter-Nutzer etwa zehn Prozent der politischen Tweets posten. Die meisten davon seien Anhänger von Populisten und rechtsextremen Gruppen.

Sie fluten soziale Netzwerke mit Botschaften, die sich gegen Migration, den Islam und das Establishment richten. Gerade in deren Dunstkreis hätten Fakten-Checker so gut wie keinen Einfluss.

Fakten-Checker in Filterblase

Die Analysten kritisieren, dass Fakten-Checker sich oft zu sehr auf eine oder zwei isolierte Gruppen konzentrieren und sich dadurch eher wie die Verbreiter von Fake News verhalten als wie Mainstream-Medien. Sie befänden sich genauso in einer Filterblase wie die Gruppen, die sie eigentlich informieren wollen.

Dadurch wäre es nicht möglich, das Publikum anzusprechen, das die Fakten-Checks wirklich braucht. Ein offenerer Zugang wäre nötig, um die Aufmerksamkeit von mehr Menschen zu erlangen und so effektiver gegen Fake News anzukämpfen.

Quelle: pressetext


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