Getestet werden Fingerabdruck-Schlösser: Das „Joy-It“-Fahrradschloss für 56 €, das Vorhängeschloss von „Abus“ für etwa 47 € sowie das Türschloss von „Sorex“ für knapp 200 €.
Der Handhabungs-Test
Wir beginnen mit der Installation des Fahrradschlosses. Dazu muss der Finger insgesamt zehn Mal auf den Sensor gelegt werden. Anfänglich hapert es etwas, nach kurzer Zeit haben wir den Dreh aber raus – der Fingerabdruck wird erkannt und eingespeichert. Besser schneiden das Vorhänge- und das Türschloss ab. Auch hier muss der Finger mehrmals auf den Sensor gelegt werden. Es klappt bei beiden direkt auf Anhieb, wir sind zufrieden. Das Türschloss muss zusätzlich noch in die Tür eingebaut werden. Der Zylinder lässt sich je nach Türstärke verstellen, die Montage ist unkompliziert und das Schloss nach kürzester Zeit eingebaut.
Welches Fingerabdruck-Schloss ist am zuverlässigsten?
Die Hersteller aller drei Schlösser garantieren, dass mehrere verschiedene Fingerabdrücke eingespeichert und erkannt werden können. Das wollen wir überprüfen und bitten zehn Personen sich zu registrieren. Hierbei schneiden alle Testschlösser gut ab – alle eingespeicherten Personen werden erkannt, allen unbekannten die Entsperrung verweigert. Fehlerhafte Scans produzieren alle drei, das Türschloss aber insgesamt am wenigsten. Mit dreckigen Fingern erkennt nur der Schließzylinder die entsperrende Person und bei nassen Händen fallen alle drei durch.
Test: Welches Fingerabdruck-Schloss ist am sichersten?
Das Tür- und Vorhängeschloss haben das Batteriefach und somit auch die Elektrik ungesichert auf der Außenseite der Smart Locks verbaut – gut für einen schnellen Tausch der Batterien, schlecht für die Sicherheit. Denn darüber kann jede beliebige Person das Batteriefach öffnen und sich so Zugang zum Schaltkreis verschaffen, ihn modifizieren und „hacken“.
Schlechter schneidet das Fahrradschloss ab. Es hat einen fest verbauten Akku und verfügt deshalb zusätzlich noch über ein Schlüsselloch. Gefundenes Fressen für Diebe, die das Schloss so innerhalb kürzester Zeit entsperren können.
Werden die Schlösser unbeschädigt überlistet, ist es wichtig, der Versicherung nachzuweisen, dass ein unberechtigter Dritter am Werke war. Dies ginge mit einem Ereignisspeicher, also einem Speicher, der aufzeichnet, wer sich wann Zutritt verschafft hat – eine Funktion die wir bei allen dreien vermissen.
Fazit: Das ist das beste Fingerabdruck-Schloss
In puncto Handhabung genauso wie in der Zuverlässigkeit schneiden alle getesteten Varianten gut ab – heraus sticht dabei dar Schließzylinder, der als einziger auch bei schmutzigen Fingern funktioniert. Im Sicherheitstest geht das „Joy-It“ als eindeutiger Verlierer hervor. Es unterscheidet sich sicherheitstechnisch aufgrund des zusätzlich verbauten Schlüssellochs nicht von herkömmlichen Schlössern. Aber auch die Schlösser von „Abus“ und „Sorex“ sind mit etwas Know-how zu knacken und benötigen daher wohl Überarbeitung seitens der Hersteller.
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Quelle: SWR Marktcheck
Autor: Sergej Krebs
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