Über gesponserte Beiträge auf Facebook wird immer wieder versucht, Nutzer mittels prominenten Namen auf dubiose Bitcoin-Plattformen zu locken.
Dabei sieht der gesponserte Facebook-Beitrag erst einmal gar nicht nach einer Bitcoin-Werbung aus:

Ja, was ist denn da im LIVE-Fernsehen passiert?
Das fragen wir uns auch, denn der Artikel, den wir zu sehen bekommen, scheint nichts damit zu tun haben:

Auf einer nachgebauten Newsseite lesen wir, dass Thomas Gottschalk angeblich live seinen TV-Abschied verkündete, um sich um sein neues Projekt zu kümmern: eine Online-Plattform, die „dem Durchschnittsbürger ermöglicht, vom Bitcoin-Boom zu profitieren„.
Zusätzlich sind Logos bekannter Medien zu sehen, die den Eindruck vermitteln, dass Gottschalks Erfolgsstory bereits auf verschiedenen Kanälen publiziert worden wäre. Dies ist jedoch nicht wahr, bei dem kompletten Artikel handelt es sich um „Fabricated Content„, also um einen pseudoredaktionell erstellten Inhalt, der keinen Wahrheitsgehalt hat und auch nicht haben muss. Ebenso muss der Inhalt auch in keinem Zusammenhang mit der Schlagzeile stehen. Sie stellen sich in Form einer News / Nachrichtenwebseite dar, die jedoch letztlich keine ist.
Bei Klick auf einen der zahlreichen Links in dem Artikel gelangen wir dann auch tatsächlich auf eine Bitcoin-Handelsplattform:

Bei dieser Plattform geht es konkret um den Handel mit binären Optionen in Form von Bitcoins. Dies ist nicht illegal, jedoch sprechen die gefälschten Erfahrungsberichte angeblicher Nutzer der Plattform stark gegen die Seriosität der Plattform!
Bei binären Optionen können zwei Aktionen eintreten:
- Das vorhergesagte Ereignis tritt ein, wodurch Händler/innen eine im Vorhinein festgelegte Summe erhalten.
- Das vorhergesagte Ereignis tritt nicht ein, wodurch Händler/innen einen Verlust erleiden.
Bei dem Handel mit binären Optionen können Nutzer Geld verdienen, sofern sie mit ihrer Einschätzung richtig liegen. Der Online-Handel mit binären Optionen ist mit zahlreichen Risiken verbunden. Beispielsweise könnt ihr keine Gewinnauszahlung erhalten, an Anbieter geraten, die Kurse manipulieren, oder eure persönlichen Daten dienen für Verbrechen unter Eurem Namen, da die persönlichen Daten des Nutzers in die Hände des Betreibers gelangen.
Genaue Details und mehr Informationen zu diesem Thema findet man hier.
Ergebnis:
Mit einem Clickbait (bekanntes Gesicht und eine Wahnsinns-Erfolgsstory) locken die Betreiber Nutzer auf ihre Webseite und präsentieren dort Fabricated Content im Design von ebenso bekannten Medienhäusern.
Grundsätzlich geht es hier um Online-Handel mit binären Optionen – wobei hier viel Wissen und Erfahrung notwendig ist, um tatsächlich das große Geld zu machen. Zudem zahlen solche Plattformen die Gewinne nicht, selten oder nur teilweise an die Nutzer aus.
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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)

