Bei warmen Wetter zieht es die Menschen in die Freizeitparks und die Betrüger auf Facebook.

Denn Menschen auf Facebook, die sich keine Familientickets für Freizeitparks leisten können, sind Ziel dieser Betrüger, welche unter Vorspiegelung falscher Tatsachen kostenlose Tickets versprechen, aber davon nach wenigen Klicks schon gar keine Rede mehr ist.

Medieninformation!

Für diesen Artikel stellen wir eine Pressemitteilung bereit. Diese findet sich HIER.

Insbesondere die drei größten Freizeitparks in Deutschland, der Europa Park, das Phantasialand und der Movie Park Germany werden als Lockmittel benutzt, um arglose Nutzer in die Datensammelfallen zu locken.

Screenshots: mimikama.org
Screenshots: mimikama.org
Die Freizeitparks sind nicht die Veranstalter dieser Aktionen und stehen damit auch in keinerlei Zusammenhang!

Hier distanziert sich beispielsweise der Europa Park auf deren offiziellen Facebookseite von diesen Aktionen:

Screenshot: mimikama.org
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Die vorgetäuschte „Qualifizierung“

Klickt man auf einen dieser Beiträge, welche zumeist von Freunden geteilt werden (gelegentlich auch als gesponserte Werbung auf Facebook), gelangt man immer auf eine Pseudo-Umfrage.
Pseudo deshalb, weil es vollkommen egal ist, was man antwortet, auch wenn man angibt, den Freizietpark gar nicht besuchen zu wollen. Man „qualifiziert“ sich grundsätzlich immer für die Freikarten.

Screenshots: mimikama.org
Screenshots: mimikama.org

An dieser Stelle wird auch immer noch dreist behauptet, dass die Antworten an die Freizeitparks gesendet werden!

Die Verbreitung

Viele Nutzer sehen diese Beträge, da sie von Freunden und Bekannten auf Facebook gepostet werden. Nun könnte man natürlich vorher ganz einfach diese per Messenger fragen, ob sie wirklich Freikarten bekommen haben, doch sehr viele Nutzer denken nicht soweit und klicken sofort auf die Beiträge.
Jeoch posteten diese Freunde die Beiträge nur bedingt freiwillig:
Es ist nämlich immer eine Bedingung, die Seite zu teilen, um an die vermeintlich kostenlosen Tickets zu bekommen:

Screenshot: mimikama.org
Screenshot: mimikama.org

Vom Freiticket zum Gewinnspiel

Spätestens an dieser Stelle werden die Hoffnungen der Nutzer zerstört:
Ging es bis eben noch um Freikarten, soll man nun seine Adresse angeben, um an einem Gewinnspiel (!) teilzunehmen.
So mancher Nutzer scheint dies zu übersehen und gibt freiwillig und in freudiger Erwartung der Freikarten seine Daten preis, ohne zu bemerken, dass jenes Gewinnspiel nun auch unten auf der Seite sichtbar nicht von dem jeweiligen Freizeitpark veranstaltet wird:

Screenshot: mimikama.org
Screenshot: mimikama.org

„Diese Kampagne wird ohne Verbindung und Wissen in jeglicher Art mit dem Unternehmen durchgeführt.“

Zudem wird behauptet, dass die Verwendung der Logos der Freizeitparks unter dem Prinzip der „fairen Nutzung“ verwendet wurden, also alles legitim sei. Dies ist allerdings in diesem Fall nicht nur falsch, sondern sogar strafbar, da die Logos den Eindruck erwecken sollen, dass die Freizeitparks die Ersteller der Seite wären, die Seite kommerziell handelt (Datenhandel) und solche Aktionen sich im Endeffekt rufschädigend auf den Freizeitpark auswirken!

Datensammler und Lead Generierer

Exakt diese Methode (nur eben mit anderen Gutscheinen als Lockmittel) haben wir schon häufiger gesehen. Der Veranstalter Green Flamingo ist uns jedoch neu. Nichtsdestotrotz gehen neben diesem Veranstalter auch Firmen wie 7sections GmbH, adpublisher, red lemon media GmbH, Lead Spot Media,  Proleagion und Planet49 mit der gleichen Methode vor.

Fazit

Dem User wird etwas versprochen und vorgegaukelt, das gar nicht stimmt. Der Statusbeitrag erweckt beim User den Anschein, er könne Freikarten bekommen – doch dem ist nicht so.

Im Endeffekt geht es nur darum, dass die Lead Generierer die kompletten Daten der Nutzer zu bekommen, um diese dann per Mail, Telefon, SMS und postalisch mit Werbung zu überschütten.
Ob der versprochene Gewinn je verlost wird, ist unbekannt und zumindest zweifelhaft… denn einer Seite, die einen mit Freikarten lockt, dann plötzlich zu einem Gewinnspiel überschwenkt, dessen Veranstalter gar nicht jener Freizeitpark ist, sollte man nicht unbedingt vertrauen!

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2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)