Nach dem erneuten Mord an einer Frau durch ihren (Ex-)Partner in Wien äußerten viele Menschen ihre Wut und Frustration auf Twitter.

Viele Twitter-User versuchten, mit den Worten „Männer töten“ in ihren Posts auf die hohe Zahl von Gewalttaten und Tötungsdelikte aufmerksam zu machen. Aber für Twitter waren diese Beiträge ein Grund, diese Leute zu blockieren.

Twitter sperrt Accounts

Twitter reagierte darauf mit einer Sperrung einiger der Accounts, was für großes Unverständnis sorgte. In der Sperrungsbenachrichtigung weist Twitter darauf hin, dass das Konto aufgrund von Hassinhalten blockiert würde – aus Sicht von Twitter irgendwie verständlich, denn „Männer töten“ kann auch als Aufforderung zur Gewalt gegen Männer verstanden werden.

Sperrungen wieder aufgehoben

Futurezone hatte hierzu eine Anfrage zur Stellungnahme an Twitter gerichtet. Mit dieser Anfrage schickte Futurezone der Plattform diverse Beispiele mit Beiträgen von Accounts, die in diesem Zusammenhang gesperrt wurden. Ein Twitter-Sprecher räumte ein, in diesen Fällen fälschlicherweise Sperrungen vorgenommen und diese proaktiv wieder aufgehoben zu haben. Weiter verwies Twitter auf die internen Richtlinien, die Gewaltandrohungen, Missbrauch und Belästigungen untersagen und dass bei Zuwiderhandlung Maßnahmen eingeleitet werden.

Algorithmen verstehen keine Zusammenhänge

Im konkreten Fall seien die Sperrungen der Accounts ein Problem der automatisierten Algorithmen gewesen, die nicht erkennen, in welchem Kontext eine Aussage gepostet werde. Dieses System erkenne zwar missbräuchliche und manipulative Inhalte, sei aber ohne das Erkennen nötiger Zusammenhänge fehleranfällig. Auf die Anfrage, warum das Aufheben einer solchen automatisierten Sperre bei Einspruch dennoch Stunden oder teilweise Tage gewartet werden muss, antwortete Twitter nicht.

[mk_ad]

Quelle: futurezone.at (1.05.2021), futurezone.at (10.05.2021)
Auch interessant:
Einfache Screenshots von Tweets sind oftmals ungenügend zur Beweissicherung. Doch ein spezielles Tool kann diesem Manko Abhilfe schaffen.


Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat und du die Bedeutung fundierter Informationen schätzt, werde Teil des exklusiven Mimikama Clubs! Unterstütze unsere Arbeit und hilf uns, Aufklärung zu fördern und Falschinformationen zu bekämpfen. Als Club-Mitglied erhältst du:

📬 Wöchentlichen Sonder-Newsletter: Erhalte exklusive Inhalte direkt in dein Postfach.
🎥 Exklusives Video* „Faktenchecker-Grundkurs“: Lerne von Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und bekämpfst.
📅 Frühzeitiger Zugriff auf tiefgehende Artikel und Faktenchecks: Sei immer einen Schritt voraus.
📄 Bonus-Artikel, nur für dich: Entdecke Inhalte, die du sonst nirgendwo findest.
📝 Teilnahme an Webinaren und Workshops: Sei live dabei oder sieh dir die Aufzeichnungen an.
✔️ Qualitativer Austausch: Diskutiere sicher in unserer Kommentarfunktion ohne Trolle und Bots.

Mach mit und werde Teil einer Community, die für Wahrheit und Klarheit steht. Gemeinsam können wir die Welt ein bisschen besser machen!

* In diesem besonderen Kurs vermittelt dir Andre Wolf, wie du Falschinformationen erkennst und effektiv bekämpfst. Nach Abschluss des Videos hast du die Möglichkeit, dich unserem Rechercheteam anzuschließen und aktiv an der Aufklärung mitzuwirken – eine Chance, die ausschließlich unseren Club-Mitgliedern vorbehalten ist!


Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)