Bislang ist jedoch unklar, ob sie dabei an Daten von Pfizer herangekommen sind. Auch war es wohl nicht der erste nordkoreanische Hackerangriff wegend des Impfstoffes.
Zwar wird Diktator Kim Jong Un nicht müde zu behauten Nordkorea sei „Corona-frei“, doch laut Angaben eines südkoreanischen Abgeordneten versuchten sich Hacker*Innen aus Nordkorea Zugang zu dem Computersystem des Pharmaunternehmens Phizer zu verschaffen. Das Ziel dahinter soll die Beschaffung von Informationen über die Impfstofftechnologie des Unternehmens gewesen sein.
Laut des Machthabers sei Nordkorea „Corona-frei“
Die ansonsten schon isolierte und schwer zugängliche Diktatur hat sich bereits im Januar vor einem Jahr aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus noch weiter isoliert, was die sowieso schon verheerende wirtschaftliche Lage laut CBS News noch weiter verschlimmerte.
Expert*Innen bezweifeln demnach auch die Authentizität von Kim Jong Uns Behauptungen, es hätte nie einen Corona-Fall gegeben. Zumal Nordkorea direkt neben dem Ausbruchsland China liegt und in der Volksrepublik seinen stärksten Wirtschaftspartner hat.
CBS News zufolge berichtete der südkoreanische Parlamentsabgeordnete Ha Tae-keung am Dienstag nach einer Sitzung Journalist*Innen hinter geschlossenen Türen von dem Hacker*Innenangriff. Er erklärte, der südkoreanische Geheimdienst „hat uns informiert, dass Nordkorea versucht hat, die Technologie des Impfstoffs und der Behandlung Covid zu erlangen, indem es sich mit Hilfe von Cyberwarfare in Pfizer gehackt hat.“
Laut der Frankfurter Rundschau sei aber bisher unklar, ob tatsächlich Daten geklaut werden konnten. Pfizer unterlies es bisher eine Anfrage der BBC zu beantworten. Das US-Pharmaunternehmen entwickelte zusammen mit dem deutschen Unternehmen Biontech einen Corona-Impfstoff, der auch seit Ende Dezember in der EU zugelassen ist und eine hohe Wirksamkeit verspricht.
Dabei hat Machthaber Kim Jong Un laut eines Berichts im Wallstreet Journal bereits Anfang Januar Impfdosen bei der internationalen Impfallianz Gavi in der Schweiz bestellt. Jene hat mittlerweile Verträge für 2 Millionen durch Spenden finanzierte Impfdosen abgeschlossen, die an die Mitglieder nun verteilt werden sollen. Doch ließ das den nordkoreanischen Diktator wohl nicht von der Hacker*Innenmission ab.
Der aktuelle Angriff aus Nordkorea soll nicht der erste gewesen sein
Im Dezember berichtete der Sicherheitssoftware-Hersteller Kaspersky aus Russland laut NTV von einem Versuch nordkoreanischer Hacker*Innen sich Zugang zu dem Computersystem eines Pharmaunternehmens sowie zu einem Gesundheitsministeriums zu verschaffen.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat Nordkorea in Punkto Impfstoffe wohl bereits auf dem Radar. Laut der Frankfurter Rundschau berichtete das Handelsblatt über eine Lageeinschätzung des Amtes, in dem es hieß: „dass Nordkorea bislang auf den Rüstungsbereich ausgerichtete Cyberaktivitäten nunmehr auf den Bereich Biotechnologie, und hier besonders auf die Impfstoffentwicklung und -herstellung, fokussiert.“
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