Die Twitter-Alternative wurde zu einem Sammelbecken für Verschwörungstheorien und falsche US-Wahlbetrugs-Bekundungen. Einen Monat lang nahm Amazon Parler von seinen Servern. Nun ist es wieder da.

Keine Zensur, offener Meinungsaustausch, ohne Angst „deplatformed“ zu werden. So bewirbt sich das Online-Netzwerk Parler selbst. Die Plattform funktioniert wie eine Twitter-Alternative, bei der alles erlaubt ist und die deswegen bei Rechten und Trump-Anhänger*Innen in der USA besonders beliebt ist. Nun ist sie nach einmonatiger Zwangspause wieder online.

Im Januar stellte Parlers technischen Betreiber Amazon Web Services seinen Cloud-Support für die Plattform ein. Laut der Washington Post, die noch Amazon-Chef Jeff Bezos gehört, kritisierte Amazon, dass die Seite zu wenig tat, um Gewaltaufrufe zu moderieren und zu entfernen. Am 6. Januar erstürmten zahlreiche Rechte und Trump-Anhänger*Innen das Kapitol in Washington.

Auch andere Plattformen reagierten und sperrten Trump und Parler

Trump, der seine Anhänger*Innen am 6. Januar zu dem Marsch auf das Kapitol ermunterte, wurde im Anschluss u.a. auf Twitter gesperrt. Laut dem Standard erklärte das Unternehmen bereits letzte Woche, dass die Sperrung des Expräsidenten auch nicht mehr aufgehoben würde.

Apple und Google löschten die Twitter-Alternative bereits vor der Sperre durch Amazon aus den App-Stores. Dort sucht man die App weiterhin vergeblich. Ein erneutes Runterladen ist somit über diese Wege nicht möglich. Dem Standard zufolge haben sich Hacker*Innen aber bereits zuvor fast alle öffentlich zugänglichen Parler-Daten gesichert.

Parler: Freie Fahrt für Verschwörungstheorien und rechte Hetze?

Parler entwickelte sich zu einer Art Auffangbecken für Rechte und Trump-Anhänger*Innen in der USA. Auf der Plattform stößt man nur wenig auf Regulierung, was zur Folge hat, dass sich rechte Hassbotschaften, die bei Twitter mittlerweile gelöscht werden, weiterhin verbreiten können.

Gerade 2020 entwickelte sich das Netzwerk zu einer Brutstätte für Verschwörungstheorien, rechte Botschaften und nach der US-Wahl als Sammelbecken für Wahlbetrugs-Mutmaßungen. Somit ist die Plattform gerade für Trump-Anhänger*Innen sehr verlockend.

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Zwar wurde Trump nun von seinem ehemaligen Lieblingsmedium Twitter verbannt, doch bot ihm Parler bereits zu seinen Präsidentschaftszeiten Obdach an. Laut dem Standard wurde ihm seitens der Plattform damals das Angebot gemacht, Parler zu seinem eigenen Kommunikations-Kanal zu machen.

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