Die meisten von uns haben schon einmal Spam-E-Mails erhalten. Aktuell werden viele Termineinladungen verschickt.

Sie haben plötzlich im Lotto gewonnen. Jemand will Ihnen aus reiner Nächstenliebe Geld spenden. Außerdem müssen Sie unbedingt auf dieser einen Trading-Plattform investieren. Gewinne garantiert! Viele von uns kennen solche Versprechungen wohl. Spam-Mails sind nichts Neues mehr. Daher überlegen sich Kriminelle immer wieder neue Möglichkeiten, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Derzeit sehr beliebt: Kalender-Spam!

„Gedacht hätte ich das nicht. Aber es funktioniert tatsächlich“, der Text erinnert an klassische Spam-Mails. Der Unterschied ist jedoch, dass die BetrügerInnen nicht eine gewöhnliche Mail verschicken, sondern eine Termineinladung.

Kalender-Spam: So funktioniert die Masche

BetrügerInnen verschicken per E-Mail eine Termineinladung, die von den EmpfängerInnen angenommen oder abgelehnt werden kann. In der Terminbeschreibung selbst findet sich außerdem ein Link. Dieser führt zu einer betrügerischen oder unseriösen Webseite.

Die Masche funktioniert sehr ähnlich wie gewöhnliche Spam-Mails. Dennoch ist für die Kriminellen diese Form des Spams aus zwei Gründen „profitabler“:

  • Im Gegensatz zu gewöhnlichen Spam-Mails sind die Termineinladungen noch nicht so bekannt. Daher kann es sein, dass sich mehr Menschen in die Falle locken lassen.
  • Bei Cyberkriminellen sind E-Mail-Adressen, die nachweislich aktiv sind, sehr begehrt. Die Termineinladung hilft den BetrügerInnen dabei, genau das herauszufinden. Denn wird der Termin angenommen oder abgelehnt, erhalten die AbsenderInnen oftmals eine Benachrichtigung – und schon wissen die BetrügerInnen, dass die E-Mail gelesen wurde.

Wohin die Links führen, die Sie in der Terminbeschreibung finden, ist wie bei Spam-Mails, sehr unterschiedlich. In unserem gezeigten Beispiel-Mail werden wir auf die Webseite vipde. gewinncodesystem. moneydivision. world weitergeleitet. Bei dieser Webseite handelt es sich um eine unseriöse Trading-Plattform, auf der schnelles Geld und großartige Rendite versprochen werden. Doch tatsächlich erhalten Sie Ihr dort investiertes Geld niemals ausbezahlt.

So erkennen Sie falsche Termineinladungen

  • Absender unbekannt? Wenn Sie den Absender nicht kennen, sollten Sie skeptisch sein. Achtung: Manchmal versuchen die Kriminellen Sie auch zu täuschen, indem im Absenderfeld ein vertrauensvoller Name steht. Erst wenn Sie mit der Maus über den Absender fahren oder auf dem Handy auf den Absender tippen, erkennen Sie, dass die E-Mail-Adresse eine andere ist!
  • Absender bekannt? Auch wenn Ihnen der Absender bekannt ist, gilt es vorsichtig zu sein. Mit dem sogenannten „Mail-Spoofing“ können Kriminelle eine beliebige Mail-Adresse auswählen, die in Ihrem Posteingang angezeigt wird. Genauso kann es sein, dass ein Mail-Konto gehackt wurde und Kriminelle nun E-Mails an die dort hinterlegten Kontakte versenden! Wenn Sie die Absenderin oder den Absender kennen, rufen Sie einfach kurz an, um zu überprüfen, ob die Termineinladung echt ist.
  • Überraschende Termineinladung? Hinterfragen Sie den Inhalt der Termineinladung. Macht es Sinn, dass Sie diesen Termin erhalten? Sollte in der Terminbeschreibung keine Information darüber zu lesen sein, um was es bei dem Termin geht, sondern nur ein Link, handelt es sich wohl um Spam!

So können Sie sich schützen

Wenn Sie eine Spam-Termineinladung erhalten haben, sollten Sie folgendermaßen vorgehen:

  • E-Mail ignorieren! Sie sollten die Termineinladung weder annehmen noch ablehnen. So würden Sie den BetrügerInnen nur bestätigen, dass die E-Mail-Adresse existiert.
  • E-Mail und Termin löschen! Löschen Sie die E-Mail und sehen Sie in Ihrem Kalender nach, ob der Termin eingetragen wurde. Falls ja, löschen Sie auch diesen! Achtung: Je nach E-Mail-Programm kann es sein, dass Sie beim Löschen gefragt werden, ob Sie dem Absender antworten möchten. Klicken Sie auf „Nein“!
  • Einstellungen überprüfen! In den meisten Mail-Programmen ist standardmäßig eine Einstellung aktiv, durch die Termineinladungen automatisch in den Kalender übertragen werden. Suchen Sie nach dieser Einstellung und ändern Sie diese. Außerdem gibt es eine weitere Einstellung für die automatische Beantwortung von Terminanfragen. Diese ist meist nicht aktiv. Überprüfen Sie die Einstellung dennoch und ändern Sie diese gegebenenfalls. Sollten Sie in Ihrem E-Mail-Programm nicht fündig werden, wenden Sie sich an den Kundendienst der Anbieterin oder des Anbieters, um Hilfe zu bekommen.
Quelle: Watchlist Internet
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