Twitter überdenkt Regeln für Staatschefs

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Öffentlichkeit soll über Sonderbehandlung für „World Leader“ in Form von Fragebogen auf Twitter urteilen.

Wer auf Twitter herumpöbelt, wird gesperrt – außer, er ist gerade Präsident der Vereinigten Staaten. Das hat in den vergangenen Jahren für viel Unmut gesorgt. Ob diese Sonderbehandlung für „World Leader“ wie Staats- und Regierungschefs weiterhin bestehen bleiben soll, will die Plattform jetzt mithilfe der Öffentlichkeit klären. Ab heute, Freitag, sammelt der Mikroblogging-Dienst mit einem öffentlichen Fragebogen Feedback, ob für Führungspersönlichkeiten nicht doch die gleichen Regeln gelten sollen wie für alle anderen.

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Umstrittene Ausnahme

Aktuell lässt Twitter bestimmten Führungspersönlichkeiten globaler Bedeutung recht viel Spielraum, was ihr Verhalten betrifft. Denn: Was sie zu sagen haben, ist einfach von großer Relevanz. Das ist durchaus umstritten, nicht zuletzt, weil in den vergangenen Jahren ein gewisser Donald Trump auf Twitter herumgepöbelt hat wie eine Cartoon-Wutente. Für normale Menschen wäre das inakzeptabel – und mit seinem Verschwinden aus dem Weißen Haus war Trump auch seinen Account los.

Jetzt scheint Twitter diese Ausnahmen zu überdenken und bittet um Feedback via Fragebogen. „Wir wollen von der Öffentlichkeit hören, ob sie glauben, dass für World Leader die gleichen Regeln gelten sollen wie für andere auf Twitter“, heißt es im offiziellen Twitter-Blog (hier). Auch wolle man wissen, welche Art von Konsequenzen Regelverstöße durch Führungspersönlichkeiten haben sollen. Dem Blog-Eintrag zufolge konsultiere das Unternehmen zudem diverse Menschenrechtsexperten, zivilgesellschaftliche Organisationen und akademische Experten, deren Feedback ebenfalls in mögliche Regeländerungen einfließen soll.

Twitter bittet um Feedback

Heute soll der Fragebogen online gehen, über den Usern bis 12. April ihre Ansichten zu der Frage  übermitteln sollen. Um „sicherzustellen, dass das Feedback eine globale Perspektive reflektiert“, wird es den Fragebogen auf Englisch und in 13 weiteren Weltsprachen von Arabisch über Chinesisch, Französisch und Russisch bis hin zu Urdu geben. Eine deutsche Version ist laut Twitter-Blog allerdings nicht geplant.

Mimikama-Buch „Angriff auf die Demokratie"
Mimikama-Buch „Angriff auf die Demokratie“

Information via Pressetext

Symbolbild Twitter, Artikelbild von George Sheldon / Shutterstock.com


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