Facebook, das weitreichende soziale Netzwerk, steht immer wieder im Kreuzfeuer betrügerischer Aktivitäten. Von gefälschten Profilen bis hin zu betrügerischen Gewinnspielen ist Facebook das perfekte Schlachtfeld für Cyberkriminelle. Eine besonders fiese Masche kommt derzeit immer häufiger vor: Betrüger geben sich als „Facebook“ aus und erstellen Fake-Seiten und Statusbeiträge, in denen sie Nutzer und Seitenbetreiber „markieren“. Was uns bei Mimikama jedoch besonders gerade fast zum Schmunzeln bringt ist: Auch unsere Seite „Zuerst denken, dann klicken“ wurde kürzlich Ziel eines solchen Betrugsversuchs.

Es handelt sich um diesen Beitrag:

Wie Facebook-Betrüger Sie in die Falle locken
Screenshot: Facebook

Die Masche der Betrüger

Die Betrugsseite, die uns markiert hat, heißt „ʏᴏᴜʀ ᴘᴀɢᴇ ᴡᴀꜱ ʀᴇᴘᴏʀᴛᴇᴅ ꜰᴏʀ ᴠɪᴏʟᴀᴛɪᴏɴ ɪɴꜰʀɪɴɢᴇᴍᴇɴᴛ ꜱᴏ ᴏɴʟʏ ʏᴏᴜ ᴄᴀɴ ꜱᴇᴇ ɪᴛ“. Folgt man dieser Markierung, erhält man einen Hinweis, dass die eigene Seite gegen die Nutzungsbedingungen von Facebook verstößt. Dabei geht es um folgende Punkte

  • Hochladen von Inhalten für über 18-Jährige
  • Verwendung urheberrechtlich geschützter Videos oder Musik
  • Missbrauch oder Beleidigung

Hinweis: Solche Seiten gibt es derzeit unzählige, wie man mit der Facebook-Suche sehen kann:

Die Masche der Betrüger
Screenshot: Facebook-Suchfunktion

Der vermeintliche Lösungsweg

In der Nachricht heißt es weiter, dass die Seite eingeschränkt ist und auf Anfrage überprüft werden kann. Ein Link wird zur Verfügung gestellt, dem viele aus Angst und Sorge folgen. Und jetzt kommt der Hammer: Dieser Link führt zu einer gefälschten Facebook-Seite. Auf den ersten Blick kaum zu erkennen, offenbart die URL der Seite auf den zweiten Blick den Betrug.

Die gefälschte Seite

Ein Blick auf die Domain kann dein Facebook-Konto retten – Lass dich nicht von gefälschten Seiten blenden! Schau auf die URL? Es ist keine URL von facebook.com!

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Die gefälschte Seite spricht von ungewöhnlichen Aktivitäten und der Verletzung von Gemeinschaftsstandards. Es wird angeboten, gegen diese Entscheidung Einspruch zu erheben, indem man seine Daten eingibt. Es gibt zwei Felder für „Benutzername“ und „Passwort“. Gibt man hier seine Daten ein, haben die Betrüger ihr Ziel erreicht: Die persönlichen Daten sind in ihren Händen.

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Die gefährliche Konsequenz: Phishing auf Facebook

Die betrügerischen Nachrichten enthalten einen Link, über den angeblich die Identität überprüft und die Sicherheit des Kontos aktualisiert werden kann. Aber Vorsicht! Dieser Link kommt nicht von Facebook! Die Betrüger hinter der gefälschten Seite wollen nur eines: Ihre persönlichen Daten und Login-Informationen. Und es ist nicht nur ein einzelner Post. Es handelt sich um eine großangelegte Kampagne auf Facebook. Zahlreiche Seiten mit dem Namen „ʏᴏᴜʀ ᴘᴀɢᴇ ᴡᴀꜱ ʀᴇᴘᴏʀᴛᴇᴅ ꜰᴏʀ ᴠɪᴏʟᴀᴛɪᴏɴ ɪɴꜰʀɪɴɢᴇᴍᴇɴᴛ ꜱᴏ ᴏɴʟʏ ʏᴏᴜ ᴄᴀɴ ꜱᴇᴇ ɪᴛ“ posten solche Beiträge. Solche betrügerischen Seiten tauchen immer wieder unter verschiedenen Namen auf. Bekannt sind zum Beispiel „Standards Meta“„Server Network Registry Corporation“, „Social Network Registry Corporation“, „Fanpage Policy Issues“

Noch schlimmer: Identitätsdiebstahl

Das Unheil nimmt seinen Lauf, wenn man hier – wie gefordert – eine Kopie seines Personalausweises hochlädt. Ausweiskopien sind eine wahre Goldgrube für Identitätsdiebe. Sie enthalten viele sensible und persönliche Daten: Name, Geburtsdatum, Adresse, Foto und sogar persönliche Unterschriften. Mit diesen Informationen können Kriminelle ein neues, aber falsches „Ich“ erschaffen.

Fazit: Bewusstsein und Vorsicht

Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, stets vorsichtig und wachsam mit unseren digitalen Identitäten umzugehen. Betrüger nutzen die Ängste und Sorgen der Nutzer aus, um an wertvolle Daten zu gelangen. Doch mit Bewusstsein und Vorsicht lassen sich solche Fallen erkennen und vermeiden. Deshalb gilt mehr denn je: Erst denken, dann klicken!

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Mach mit beim Schutz unserer Online-Community! Lade das folgende Sharepic herunter und teile es in deinem Facebook-Feed oder in deinen Storys. Je mehr Menschen wir erreichen, desto sicherer wird unser digitales Umfeld. Erinnere dich immer: Zuerst denken, dann klicken!

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)