Es währte nicht lange: Trumps eigenes „Twitter“ schon wieder weg

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Der Ex-Präsident der USA, Donald Trump, kündigte sein eigenes Twitter an – doch hielt nicht lange durch.

Es hat Donald Trump sicher nicht gefallen, als im Januar 2021 Facebook und Twitter unisono seine Konten sperrte. Seit Jahren nutze der Ex-Präsident der USA die Plattformen vor allem für persönliche Äußerungen über die Politik – die oftmals für Gelächter oder für Verwunderung sorgten – aber auch Fake News und manipulierte Videos beinhalteten.

Die Ankündigung

Im Februar ließ Trump bereits seinen Plan durchblicken. In einer Rede hatte Trump den Plattformen vorgeworfen, konservative Meinungen zu unterdrücken. Es sei an der Zeit „die großen Tech-Monopole aufzubrechen und den fairen Wettbewerb wiederherzustellen“.

Im März dann ließ sein Berater Jason Miller verlauten, dass in Trumps Luxusressort Mar-a-Lago bereits einige Treffen zur Planung eines eigenen sozialen Netzwerkes stattgefunden haben. Über eben dieses wolle Trump in zwei bis drei Monaten wieder in Social Media präsent sein und „zig Millionen Menschen“ erreichen.

Die Plattform – Eine Bühne für Trump

Von einem sozialen Netzwerk war allerdings weit entfernt, was Trump schließlich am 2. Mai präsentierte: Es war ein Mikro-Blog mit einem einzigen Teilnehmer – Trump selbst.

Trumps "Twitter" - Ein Mikro-Blog
Trumps „Twitter“ – Ein Mikro-Blog, Quelle: Wayback Machine

Interagieren konnten seine Anhänger nicht, nur seine Beiträge liken und auf Facebook und Twitter teilen.

Nach einem Monat wieder dicht

Exakt einen Monat später, am 2. Juni, war das Trump-eigene Pseudo-Twitter dann schon wieder weg, die Seite „From the Desk of Donald J. Trump“ verschwand sang- und klanglos.
Stattdessen findet man auf seiner Homepage nun eine Seite, auf der man sich für einen Newsletter eintragen kann.

Wie Senior Adjutant Jason Miller gegenüber CNBC mitteilte, wird der Mikro-Blog auch nicht zurückkehren, es sei nur ein Versuch gewesen, eine breitere Öffentlichkeit zu erreichen, es werde noch an weiteren Methoden gearbeitet. Welche das seien, wollte er aber nicht beantworten.

Eventuell taucht Trump aber wieder auf einer anderen sozialen Plattform auf, wie Miller auf Twitter durchblicken ließ:

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Mehr Informationen

Die „Washington Post“ sieht allerdings einen anderen Grund für die Schließung des Mikro-Blogs: Es lief einfach mies.

Gerade mal 1.500 Nutzer gaben auf Facebook und Twitter am letzten Tag des Blogs Kommentare zu seinen Beiträgen ab – ein Bruchteil gegenüber den früheren Beiträgen, die oftmals Hunderttausende Reaktionen hervorriefen.

Wie ein Trump-Mitarbeiter, der anonym bleiben wolle, gegenüber der „Washington Post“ äußerte, bestand Trump auf die Löschung der Seite, da die wenigen Reaktionen auf seine Postings zumeist nur aus Spott bestanden und sich ansonsten nicht wirklich jemand dafür interessierte.

Artikelbild: Shutterstock/Von Nuno21
Weitere Quelle: Mother Jones, Washington Post


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