Um diese Jahreszeit fühlen sich die US-Amerikaner pessimistisch, wenn es um die politische Spaltung und das Potenzial der sozialen Medien zur Bedrohung der Demokratie des Landes geht. Der Großteil erwartet auch, dass politische Diskussionen am Familientisch nicht stattfinden werden, wie eine Studie der Benenson Strategy Group (BSG) zeigt.

Die Einstellungen zu diesen Feiertagen sind bei den US-Amerikanern gemischt. 40 Prozent fühlen sich unter Druck gesetzt und sind beunruhigt. Frauen bringen mit 42 Prozent mehr Sorge zum Ausdruck als Aufregung mit 32 Prozent. Bei den Männern ist es genau umgekehrt. 41 Prozent sind aufgeregt, knapp gefolgt von 37 Prozent, die sich Sorgen machen.

„Keine Politik am Esstisch“

„Keine Politik am Esstisch“ ist eine häufige Bitte, wenn sich Familien zu den Feiertagen treffen. Laut BSG halten sich auch die meisten Menschen an diese Vorgabe. Mit 59 Prozent redet die Mehrheit der Amerikaner mit der Familie während der Feiertage nicht über Politik. Nur sechs Prozent diskutieren mit der Familie über Politik. Gen Z und Millennials tauschen sich eher über Politik als ihre Gen-X- und Boomer-Eltern und Großeltern aus. 70 Prozent der Befragten erwarten für 2023 mehr politische Auseinandersetzungen und Unzufriedenheit – nicht zuletzt auch im Social Web.

In den USA macht sich Pessimismus breit. 70 Prozent glauben, dass die Politik unter dem neuen geteilten Kongress spaltender und kontroverser wird. Nur 30 Prozent hoffen, dass das Wahlergebnis die Regierung leistungsfähiger macht. Diese trüben Zukunftsaussichten sind überparteilich und werden von Männern und Frauen, Alt und Jung sowie in der Stadt wie auch auf dem Land geteilt. Ebenso sagen drei Viertel der Amerikaner, das ein geteilter Kongress extremen Elementen in beiden Parteien mehr Einfluss auf die Debatten geben wird. Damit würde es schwerer, Kompromisse zu erzielen und Dinge zu erledigen. 70 Prozent sehen die USA auf einem Irrweg. Die Zustimmung für Präsident Biden liegt bei 45 Prozent.

YouTube als einzige Ausnahme

Sozialen Medien werden als Bedrohung für die Demokratie angesehen, da sie Menschen mehr auseinandertreiben als sie zusammenzubringen, heißt es. 68 Prozent glauben, dass Facebook, Twitter und Co die Demokratie schwächen. Nur 32 Prozent gehen davon aus, dass sie dadurch stärker wird. 70 Prozent behaupten, dass soziale Medien Menschen gegeneinander ausspielen. Nur 30 Prozent meinen, dass soziale Medien mehr Verständnis schaffen und die Menschen zueinander bringen. Die negativen Auswirkungen auf Menschen und Politik sind nicht auf eine bestimmte Plattform beschränkt – außer YouTube. 31 Prozent sehen das Verbindende darin zur Stärkung der Demokratie. Bei Twitter und Facebook liegt dieses Verhältnis bei 2:1.

Quelle:

Presstetext

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