Es klingt wie Science Fiction, ist aber Realität. Wir führen Gespräche mit künstlicher Intelligenz (KI). Das geht weit über „Hey Siri, wie wird das Wetter? ChatGPT, ein großer Sprachmodell-Chatbot von OpenAI, ist ein gutes Beispiel dafür, wie KI eine fast menschliche Konversation simulieren kann. Doch wie steht es um die Privatsphäre in diesem neuen digitalen Zeitalter? Diese Frage wirft ein Licht darauf, wie wir Informationen mit ChatGPT teilen und was dies für unsere digitale Privatsphäre bedeutet.

Diese Daten sollten Sie nicht bei ChatGPT eingeben:


DatenkategorieBegründung
Persönliche IdentifizierungsdatenDies umfasst Informationen wie Ihren vollständigen Namen, Ihre Adresse, Ihre Sozialversicherungsnummer und andere identifizierende Informationen. Solche Informationen sind wertvoll für Identitätsdiebe und könnten missbraucht werden, wenn sie in die falschen Hände geraten.
FinanzdatenDiese beinhalten Kreditkartennummern, Bankkontoinformationen und andere finanzielle Details. Sie sind anfällig für Missbrauch und könnten zu finanziellen Verlusten führen, wenn sie von Unbefugten erfasst werden.
GesundheitsdatenDazu gehören Informationen über Ihre medizinische Geschichte, Ihre Gesundheitszustände und Behandlungen. Diese Daten sind sehr sensibel und ihr Missbrauch könnte zu Diskriminierung und Verletzung Ihrer Privatsphäre führen.
Passwörter und SicherheitscodesDiese dienen dem Schutz Ihrer digitalen Konten und Dienste. Ihre Weitergabe könnte den Zugriff durch Dritte auf diese Konten ermöglichen.
Persönliche DokumenteDazu gehören Ausweise, Reisepässe, Führerscheine und ähnliche Dokumente. Sie enthalten eine Fülle von persönlichen Daten, die missbraucht werden könnten.
Berufliche InformationenDies umfasst vertrauliche Details über Ihren Arbeitsplatz, wie zum Beispiel Geschäftspläne, Kundeninformationen oder Mitarbeiterdaten. Diese Daten sind häufig rechtlich geschützt und ihr Missbrauch könnte rechtliche Konsequenzen haben.

Daten, die ChatGPT sammelt

ChatGPT ist ein neugieriger Zeitgenosse. Nicht im Sinne eines plaudernden Nachbarn, sondern im digitalen Sinne. Um seinen Dienst anbieten zu können, sammelt er eine Reihe von Daten. Diese reichen von Informationen, die Sie direkt eingeben, bis hin zu Informationen, die Ihr Gerät oder Ihr Browser preisgibt.

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Laut der Datenschutzerklärung von ChatGPT stammen die von dem Unternehmen gesammelten Daten aus drei verschiedenen Kategorien

  1. Kontodaten: Bei der Registrierung werden grundlegende Kontodaten erfasst, darunter Ihr Name, Ihre Kontaktdaten und, falls Sie sich für ein Premium-Abonnement entscheiden, Ihre Zahlungsinformationen.
  2. Identifizierungsdaten: ChatGPT verwendet Daten, die von Ihrem Gerät oder Browser zur Verfügung gestellt werden, einschließlich Ihrer IP-Adresse, Ihres Standorts und Nutzungsdaten.
  3. Eingaben des Benutzers: Dazu gehört alles, was Sie in den Chatbot eingeben, einschließlich der Eingaben, der hochgeladenen Dateien und des Feedbacks, das Sie geben.

Wie sich das auf Ihre digitale Privatsphäre auswirkt
Es ist wie ein Schachspiel. Sie machen einen Zug (geben Daten ein) und ChatGPT reagiert. Nur dass in diesem Fall das Schachbrett von vielen anderen gesehen wird. OpenAI gibt die von ChatGPT gesammelten Daten an eine Reihe von Partnern und Dienstleistern weiter, darunter verbundene Unternehmen und KI-Trainer.

Vorsicht bei der Preisgabe persönlicher Informationen
Seien Sie daher vorsichtig, welche Informationen Sie preisgeben. Personenbezogene Daten, Gesundheitsdaten und persönliche Dokumente sollten mit äußerster Vorsicht behandelt werden.

Professionelle Anwender und Datenschutz
Wenn Sie ChatGPT für berufliche Zwecke nutzen, sollten Sie die gleichen Grundsätze beachten. Vermeiden Sie es, vertrauliche Informationen einzugeben oder Dokumente hochzuladen, die Daten über Ihren Arbeitgeber, Ihre Mitarbeiter oder Ihre Kunden enthalten.

Wie Sie Ihre digitale Privatsphäre schützen können
Nicht alles ist düster. Es gibt Möglichkeiten, sich zu schützen und die Kontrolle über die eigene digitale Privatsphäre zu behalten.

Überprüfen Sie Ihre Eingaben
Dies ist eine einfache, aber wirksame Methode. Lesen Sie Ihre Daten vor dem Absenden noch einmal durch. Vergewissern Sie sich, dass Sie nichts preisgeben, was nicht im Internet veröffentlicht werden sollte.

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Deaktivieren Sie Ihren Chatverlauf
Eine weitere Option besteht darin, den Chatverlauf zu deaktivieren. Dadurch werden Ihre Unterhaltungen nur für 30 Tage gespeichert und danach dauerhaft gelöscht.

Verwenden Sie ein sicheres Netzwerk
Vermeiden Sie die Nutzung von ChatGPT über öffentliche WLANs. Verwenden Sie stattdessen ein sicheres privates Netzwerk oder einen VPN-Dienst.

Fazit: Die Zukunft ist da und sie hat einen Namen: ChatGPT. Die Möglichkeiten sind aufregend, aber sie bringen auch Herausforderungen in Bezug auf den digitalen Datenschutz mit sich. Wenn Sie sich bewusst sind, welche Daten Sie weitergeben und wie Sie diese schützen können, können Sie sicherstellen, dass Sie nicht nur Teil der Zukunft sind, sondern sie auch mitgestalten.

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)