Fake-Bild: „FCK AFD“-Plakat an Commerzbank-Gebäude nie existiert

In sozialen Medien kursierte ein Bild eines Anti-AfD-Transparents an der Commerzbank in Frankfurt. Doch sowohl die Bank als auch die Polizei bestätigen: Das Plakat hat nie existiert.

Die Behauptung

Ein riesiges schwarzes Transparent mit der Aufschrift „FCK AFD“ hing während des Wahlwochenendes an der Fassade des Commerzbank-Gebäudes in Frankfurt am Main.

Faktencheck: Falsch

Diese Behauptung ist falsch. Weder die Commerzbank noch die Polizei bestätigen eine solche Aktion. Zudem weisen mehrere Bild- und Videoanalysen darauf hin, dass es sich um eine digitale Manipulation handelt.

Kurze Faktenübersicht:

  • Keine offiziellen Bestätigungen: Die Commerzbank und die Polizei Frankfurt bezeichnen die Aufnahmen als Fälschung.

  • Bildmanipulation nachweisbar: Unstimmigkeiten im Video, etwa unbewegte Bäume trotz angeblichem Wind, deuten auf eine Montage hin.

  • Keine unabhängigen Belege: Weder Augenzeugenberichte noch öffentlich zugängliche Webcams zeigen das angebliche Plakat.

📖Wie funktioniert Desinformation im politischen Kontext? Antworten finden Sie im Leitfaden Politische Desinformation.
Mimikama braucht Verstärkung – hilf uns, eine weitere Person ins Team zu holen

Das gefälschte Plakat: Eine Wahlkampf-Falschmeldung

Ein virales Bild – doch es ist manipuliert

Kurz vor der Bundestagswahl 2025 tauchte in sozialen Netzwerken ein Bild auf, das eine politische Botschaft auf der Fassade der Commerzbank in Frankfurt zeigte: „FCK AFD“. Die Aufnahme wurde tausendfach geteilt, darunter von Politikern wie dem Linken-Kandidaten Michael Müller, der es mit den Worten „Frankfurt ist und bleibt stabil“ verbreitete.

Fake-Bild: „FCK AFD“-Plakat an Commerzbank-Gebäude nie existiert
Screenshot der Behauptung aus den sozialen Medien

Doch die Bank selbst dementierte schnell: Das Bild sei ein Fake. Auch die Polizei Frankfurt widersprach der Darstellung. Trotzdem verbreitete sich die Aufnahme weiter.

Eindeutige Hinweise auf Bildmanipulation

Eine genauere Untersuchung des Videos zeigt klare Hinweise auf eine Fälschung. Während sich das Transparent angeblich im Wind bewegt, bleiben die Äste eines benachbarten Baumes völlig still. Diese Inkonsequenz ist ein klassisches Indiz für digitale Bildbearbeitung.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Auch eine AFP-Analyse mittels umgekehrter Bildsuche fand keine früheren Berichte oder vergleichbare Aktionen in der Vergangenheit. Zudem kontaktierte AFP ein nahegelegenes Restaurant, dessen Mitarbeiter angaben, das Plakat nie gesehen zu haben.

Webcam-Aufnahmen widerlegen die Behauptung

Eine öffentlich zugängliche Webcam mit Blick auf die Frankfurter Skyline zeigte am fraglichen Tag keine Spur eines solchen Plakats. Zwar sind die Aufnahmen durch Zeitintervalle begrenzt, aber ein derart großes Transparent hätte trotzdem auffallen müssen.

Fazit zum gefälschten Anti-AfD-Plakat

Das Bild ist eine Fälschung. Sowohl Polizei als auch die Commerzbank bestätigten, dass das Transparent nie existierte. Die Analyse von Bildmaterial, Augenzeugenberichten und Webcams stützt diese Aussage. Es handelt sich um eine klassische Falschmeldung im Wahlkontext – ein weiteres Beispiel dafür, wie manipulative Inhalte gezielt in sozialen Netzwerken verbreitet werden.

Quelle: AFP

Das könnte Sie ebenfalls interessieren:
Magdeburg: Die erfundene Geschichte um 3.000 AfD-Briefwahlzettel
Kanzleramt zahlte 5.000 Euro? Die Wahrheit über „Omas gegen Rechts“
Trump-Administration zensiert gezielt Sprache: Begriffe wie „Diversität“ und „Klimakrise“ verschwinden


Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise) Welche Quellen wir verwenden und was für uns kein Beleg ist, steht auf unserer Quellenseite.