Der Bundesminister für Gesundheit distanziert sich von diesem gefälschten Twitter-Posting.
Auf Facebook wird im Moment ein Screenshot zu einem angeblichen Tweet von Jens Spahn (CDU; Bundesminister für Gesundheit) geteilt. In dem Text zieht Spahn eine Brücke von der Tragödie am Frankfurter Hauptbahnhof zur Impfpflicht gegen Masern:

Die Tat in Frankfurt heute zeigt mal wieder ganz deutlich:
Die öffentliche Wahrnehmung im Bezug auf Kriminalität von vermeintlich „nichtdeutschen“ ist sehr angespannt.
Dabei sollte man aber ganz nüchtern betrachtet einmal feststellen, dass wesentlich mehr Kinder 2019 an Masern verstorben sind, als bei Unfällen mit Zügen. Deshalb finde ich es wichtig und richtig, dass wir im Bundesministerium für Gesundheit das Gesetz zur Impfpflicht gegen Masern auf den Weg gebracht haben.
So traurig dieser Unfall auch sein mag, lasst uns dabei nicht vergessen, dass Kinder an Krankheiten sterben die man verhindern kann.
Weiterhin soll man zum jetzigen Zeitpunkt auch keine voreiligen Schlüsse über den Hergang ziehen. Die Instrumentalisierung durch rechts ist bereits im vollen Gange, deshalb meine Bitte an euch:
Lasst den Hass nicht zu!
Meine Gedanken sind bei den Flüchtlingen, die jetzt wieder Tag für Tag abwertende Blicke von Einheimischen kassieren und um die an Bahnhöfen ein großer Bogen gemacht wird.
Der Faktencheck
Der angebliche Tweet ist ein Fake!
Zu aller Erst fällt auf, dass der Tweet extrem lang ist. Nachrichten auf Twitter haben eine maximale Länge von 280 Unicode-Zeichen (seit November 2017) – dieser Text ist also auffällig lang für einen offiziellen Twitter-Beitrag.
Zudem distanziert sich Jens Spahn auf seinem tatsächlichen Twitter-Account von dieser Fälschung:
Im Netz kursiert die Fotomontage eines gefälschten Postings mit einem gefälschten Zitat von mir. Der entsetzliche Tod eines Kindes wird so für Stimmungsmache und Fake-News genutzt. Das ist besonders perfide und plump.
— Jens Spahn (@jensspahn) July 31, 2019
Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur teilte ein Pressesprecher des Bundesgesundheitsministeriums mit, dass auf keinem Social-Media-Account von Jens Spahn jemals ein solcher Beitrag abgesetzt wurde.
Ergebnis:
Bei dem angeblichen Zitat von Jens Spahn handelt es sich um eine Fälschung!
Weitere Links: dpa-Faktencheck
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