Wie laufen die Fake-Anrufe ab?

Ihr Telefon klingelt – eine österreichische Nummer scheint auf. Die Person stellt sich als Amazon-Mitarbeiter:in vor. Sie erklärt Ihnen, dass es mit Ihrer Bestellung oder Ihrem Konto ein Problem gibt. Sie werden aufgefordert, persönliche Daten durchzugeben oder Zahlungen vorzunehmen. In einigen Fällen bittet man Sie eine Fernwartungssoftware wie TeamViewer zu installieren, sodass die Mitarbeiter:innen Ihnen bei der Lösung des Problems besser helfen können.

Die Gründe für den Anruf klingen – vor allem, wenn Sie tatsächlich ein Paket des Online-Anbieters erwarten – meist plausibel. Trotzdem: Legen Sie auf. Es handelt sich um eine Betrugsmasche!

Diese Anrufe kommen aus einem Call-Center im Ausland. Auch wenn auf Ihrem Display eine österreichische Nummer oder sogar „Amazon“ erscheint, handelt es sich um Betrug. Die Anzeige wurde manipuliert. Diese Täuschungsmethode nennt man „Spoofing“.

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Betrügerische Anrufe erkennen

  • Amazon ruft nur an, wenn Sie es anfordern.
  • Service-Mitarbeiter:innen fragen nicht nach persönlichen Daten, Passwörtern, Bank- oder Zahlungsdaten.
  • Amazon fordert Sie niemals telefonisch auf, eine Überweisung vorzunehmen.
  • Amazon bittet Sie nicht, Programme oder Apps wie TeamViewer herunterzuladen. Auch würde der Shopping-Riese niemals mit einer Wartungssoftware auf Ihr Gerät zugreifen.
  • Legen Sie auf, wenn Sie ein komisches Gefühl haben.

Ich bin in die Falle getappt. Was nun?

  • Wenn Sie Zahlungen freigegeben oder Bankdaten übermittelt haben, sollten Sie umgehend Ihre Bank kontaktieren. Die Mitarbeiter:innen wissen, was zu tun ist.
  • Ändern Sie Passwörter, falls Sie diese übermittelt haben.
  • Entfernen Sie die installierten Programme. Möglicherweise haben die Kriminellen auch eine Spionage-Software installiert. Dann sollten Sie Ihr Gerät neu aufsetzen. Das können Sie tun, wenn Ihr Gerät mit Schadsoftware infiziert wurde.
  • Melden Sie den Fall an Amazon. Schicken Sie die Falle bzw. Ihren Erfahrungsbericht an stop-spoofing@amazon.com.
  • Erstatten Sie eine Anzeige bei der Polizei.
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Quelle:

Watchlist Internet

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)