Im vergangenen Jahr versprach Google seinen Nutzern die Möglichkeit zum Löschen privater Informationen aus seiner Suche. Fast ein Jahr später hat der Internetriese sein Versprechen eingelöst. Und er geht sogar noch einen Schritt weiter.

Bisher mussten Nutzer ihre persönlichen Daten mühsam zusammensuchen und löschen lassen. Jetzt? Eine Suche genügt! Google behält Ihre Daten im Auge und warnt Sie, wenn sie wieder im Netz auftauchen sollten.

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Was Sie über die Benachrichtigungen wissen müssen

Wenn also Ihre Telefonnummer, Adresse oder E-Mail-Adresse online erscheint, erhalten Sie jetzt eine Push-Benachrichtigung direkt auf Ihr Android- oder iOS-Gerät.

Darüber hinaus setzt Google auf weltweit aktivierte SafeSearch-Ergebnisse. Das bedeutet, dass nur sichere Bilder in den Google-Suchergebnissen angezeigt werden.

Vorbeugen statt Nachsorgen: Proaktiver Schutz vor Doxing

Ein weiteres Highlight dieser Neuerungen ist das Engagement im Kampf gegen Doxing. Fotos von sensiblen Informationen – sei es ein Ausweis, eine Bankverbindung oder eine Unterschrift – werden in der Google-Suche nicht mehr angezeigt.

SafeSearch geht sogar noch einen Schritt weiter. Explizite Bilder werden jetzt ausgeblendet und unscharf dargestellt. Bevor solche Inhalte angezeigt werden, erhalten die Nutzer eine Warnung.

Was, wenn Ihre Bilder woanders auftauchen?

Hier kommt der Clou: Wenn Sie Bilder von sich online stellen, diese später löschen und dann auf anderen Websites finden, bietet Ihnen Google eine Lösung. Sie können die Löschung dieser Bilder anfordern.

Und wie schnell reagiert der Internet-Riese hier? Nach nur 72 Stunden erhalten Sie eine Antwort in Ihrem registrierten Gmail-Postfach – kostenlos!

Ein globaler Rollout mit lokalen Herausforderungen

Während sich Nutzer in den USA bereits über die neuen Sicherheitsfunktionen freuen können, müssen wir uns in Europa noch etwas gedulden. Derzeit sind die Benachrichtigungen nur in den USA verfügbar.

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Aber keine Sorge, Google hat bereits angekündigt, diese Funktion weltweit ausrollen zu wollen. Der Haken? Es geht nicht nur um die Technik, es geht auch um das Recht. Die Funktion bedeutet, persönliche Daten zu scannen und zu verarbeiten. Das bedeutet, dass das Unternehmen hier die jeweiligen Datenschutzbestimmungen strikt einhalten muss, um in den verschiedenen Ländern zu funktionieren. Dies könnte den Prozess in einigen Regionen verlangsamen. Dies gilt insbesondere für Europa, wo der Datenschutz einen hohen Stellenwert hat. Es bleibt also spannend, wann und wie Google diesen Service hierzulande einführt.

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Fazit: Großes Sicherheits-Upgrade

Die digitale Welt kann sich manchmal wie der Wilde Westen anfühlen. Sie ist voller Risiken und unerwarteter Gefahren. Googles neueste Schutzmaßnahmen machen das Surfen im Internet jedoch sicherer. Das ist nicht nur eine Errungenschaft für Google. Es ist ein wichtiger Schritt für alle Internetnutzer. Sicherheit im Netz sollte kein Luxus sein, sondern ein Grundrecht für alle. Diese Neuerung bringt uns diesem Ziel näher.

Quelle:

Google

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)