Kanye West wieder von Twitter verbannt

Antisemitische Inhalte auf Twitter fügten sich an die Aussage von Kanye „Ye“ West, er möge Hitler und auch Nazis. Nun wurde sein Twitter-Account erneut gesperrt.

Autor: Claudia Spiess

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Gesperrt, Sperre aufgehoben, wieder gesperrt – offensichtlich ist bei Twitter noch nicht alles verloren. Zumindest im Fall von Kanye West führten erneute antisemitische Aussagen sowie das Posten eines Hakenkreuzes wieder zu einer Sperre auf der Plattform.

Aussage über Nazis und Hitler

In einem Interview mit „InfoWars“ / Alex Jones sagte Kanye West, er möge Hitler. Wohl unter anderem, weil er – wie West fälschlicherweise behauptet – „Autobahnen und das Mikrofon erfunden“ hätte. Hier sagte er auch, dass er jüdische Menschen, aber auch Nazis liebe.

Als Jones nachfragte und meinte, dass Nazis doch „richtig schlechte Dinge“ getan hätten, war Kanye Wests Antwort: „Aber sie haben auch gute Dinge getan. Wir müssen aufhören, die Nazis die ganze Zeit zu dissen. (…) Ich liebe Nazis.“ – Diese Aussagen führten allgemein zu Empörung.

Als er später auf Twitter einen mit einem Hakenkreuz verflochtenen Davidstern postete, wurden hier Konsequenzen gezogen. Der Tweet wurde umgehend gelöscht, West wurde erneut von der Plattform wegen „Anstiftung zur Gewalt“ verbannt.

„Ich habe mein Bestes gegeben. Trotzdem hat er erneut gegen unsere Regel gegen Anstiftung zur Gewalt verstoßen. Der Account wird gesperrt.“

Elon Musk zur Sperre Kanye Wests

Klarstellung zur Sperre

Bezüglich der Sperre von Kanye West wurden Gerüchte laut, dass diese wegen des Postens eines unvorteilhaften Fotos des Twitter-Chefs vorgenommen wurde. Musk stellt dies in einem Tweet richtig.

„Ich möchte nur klarstellen, dass sein Konto wegen Anstiftung zur Gewalt gesperrt wurde und nicht wegen eines wenig schmeichelhaften Bildes, auf dem ich von Ari angespritzt werde.
Ehrlich gesagt, fand ich diese Bilder eine gute Motivation, um Gewicht zu verlieren!“

Elon Musk auf Twitter

Kanye West ist ein Prominenter. Wenn er Äußerungen tätigt, schlagen diese zwangsläufig höhere Wellen als bei kleinen Accounts, die von unbekannten Privatpersonen stammen.
Da Elon Musk ja über die Generalamnestie gesperrter Accounts abstimmen ließ, stellt sich nun die Frage, ob auch hier so konsequent durchgegriffen wird wie im Fall von „Ye“.

Quelle:

Tagesspiegel, futurezone.at, Die Zeit, The Guardian

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