Nein – Olaf Scholz wirbt nicht für eine Investment-Plattform, bei der man angeblich ohne Vorwissen schnell zum großen Geld kommt.
Facebook-Nutzer wundern sich immer wieder über gesponserte Werbebeiträge, die vorgeben, eine bekannt Persönlichkeit habe den Gral zum schnellen Geld enthüllt. Nun, wir müssen dich leider enttäuschen – es handelt sich dabei lediglich um eine Masche, um Nutzer zu locken. In diesem Fall hat es wieder einmal Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz getroffen.
„Underground Banking“ mit Bitcoin
Die Anzeige führt zu einer Webseite im Design der Bild. Doch die Seite ist gefälscht und dem Leser wird darüber hinaus so genannter „fabricated content“ serviert.
In dem Artikel wird berichtet, Olaf Scholz habe zwar noch im Januar den Bitcoin kritisiert, das habe sich nun aber vollkommen geändert. Bei jener neuen Methode handele es sich zudem um eine „neue Form des Online-Bankings“, welche nun legal sei.
Auch werden „Erfolgsgeschichten“ angeführt, in denen vermeintliche Nutzer von ihren Erfahrungen berichten.
Weiter unten wird man aufgefordert, sich anzumelden: „Klicken Sie auf diesen Link, um sich anzumelden! (nur noch 20+ Plätze verfügbar)“.
Und was für eine Plattform ist das nun?
Auf jeden Fall handelt es sich hier nicht um „eine neue Form des Online-Bankings“, sondern um eine uns allzu bekannte Form des Bitcoin-Betruges!
Bei dieser Plattform geht es konkret um den Handel mit binären Optionen in Form von Bitcoins. Dies ist nicht illegal, jedoch sprechen die gefälschten Erfahrungsberichte angeblicher Nutzer der Plattform stark gegen die Seriosität der Plattform!
Bei binären Optionen können zwei Aktionen eintreten:
- Das vorhergesagte Ereignis tritt ein, wodurch Händler/innen eine im Vorhinein festgelegte Summe erhalten.
- Das vorhergesagte Ereignis tritt nicht ein, wodurch Händler/innen einen Verlust erleiden.
Bei dem Handel mit binären Optionen können Nutzer Geld verdienen, sofern sie mit ihrer Einschätzung richtig liegen. Der Online-Handel mit binären Optionen ist mit zahlreichen Risiken verbunden. Beispielsweise könnt ihr keine Gewinnauszahlung erhalten, an Anbieter geraten, die Kurse manipulieren, oder eure persönlichen Daten dienen für Verbrechen unter Eurem Namen, da die persönlichen Daten des Nutzers in die Hände des Betreibers gelangen.
Genaue Details und mehr Informationen zu diesem Thema findet man hier.
Fazit:
Mit einem Clickbait (bekanntes Gesicht und einer Erfolgsstory) locken die Betreiber Nutzer auf ihre Webseite und präsentieren dort Fabricated Content im Design von ebenso bekannten Medienhäusern.
Grundsätzlich geht es hier um Online-Handel mit binären Optionen – wobei hier viel Wissen und Erfahrung notwendig ist, um tatsächlich das große Geld zu machen. Zudem zahlen solche Plattformen die Gewinne nicht, selten oder nur teilweise an die Nutzer aus.
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