Jüngste Betrugsfälle haben eine neue Form der Internetkriminalität ans Licht gebracht, in deren Zentrum die weit verbreitete Online-Zahlungsplattform PayPal steht. Es handelt sich um betrügerische Anrufe, die angeblich von PayPal stammen. Auffallend ist die Ähnlichkeit dieser Masche mit einer Betrugsmasche bei Anrufen im Namen von Amazon oder der Polizei, die bereits seit längerer Zeit bekannt ist.

Von der Rechnungsbegleichung bis zum Online-Shopping, alles können wir in unserer digitalisierten Welt mit nur wenigen Klicks erledigen. Doch mit der zunehmenden Abhängigkeit von Online-Transaktionen nehmen Internetbetrug und Identitätsdiebstahl im Laufe der Zeit immer mehr zu: Eine neue Welle von betrügerischen Anrufen scheint auf dem Vormarsch zu sein. In diesem Artikel werden wir uns mit vorgetäuschten PayPal-Anrufen beschäftigen und Empfehlungen geben, wie man sie erkennt und vermeidet.

Ein beunruhigender Anruf

Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Ihr Telefon klingelt, Sie nehmen ab und hören eine freundliche, deutsche, weibliche Stimme, die sich als Mitarbeiterin von PayPal ausgibt. Sie informiert Sie darüber, dass Sie gerade angeblich 700 Euro an Basecoin gesendet haben. Um diese Transaktion abzulehnen, sollen Sie die Taste „1“ drücken.

Was steckt dahinter?

Zugegebenermaßen haben wir keine vollständigen Aufzeichnungen dieser Anrufe, da alle Berichte auf den Erinnerungen der Anrufer beruhen. Keiner der Anrufer hat tatsächlich die „1“ gedrückt, sodass wir nicht genau wissen, was danach passiert. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass eine echte Person das Gespräch übernimmt und versucht, Zugangs- und Kontaktdaten zu erhalten. Möglicherweise wird man auch gedrängt, eine echte Zahlung zu bestätigen, um die angebliche Transaktion abzubrechen.

Taktiken der Betrüger

Betrüger nutzen Call-ID-Spoofing, um ihre wahre Identität zu verschleiern. Sie können mit gefälschten Rufnummern oder auch anonym anrufen.

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Woher die Betrüger die Rufnummern haben, ist unklar. Es ist durchaus möglich, dass es sich um rein zufällige und computergenerierte Nummern handelt.

Wie Sie sich schützen können

Am wichtigsten ist es, nicht auf diese Anrufe zu reagieren. Drücken Sie keine Zahlentasten zur Bestätigung und geben Sie auf keinen Fall persönliche Daten preis, bestätigen Sie auch keine Zahlungen. Wenn Sie sich Sorgen um Ihr PayPal-Konto machen, melden Sie sich über die offiziellen Links oder über Ihre PayPal-Anwendung an und überprüfen Sie die Transaktionen.

Hier sind einige zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen, die Sie ergreifen können:

  1. Verwenden Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung für Ihr PayPal-Konto.
  2. Geben Sie niemals Ihre persönlichen Daten am Telefon preis.
  3. Bei Zweifel oder Unsicherheit kontaktieren Sie den offiziellen Kundensupport von PayPal.

Was tun, wenn Sie betrogen wurden?

Für den Fall, dass Sie bereits auf diese Masche hereingefallen sind, wenden Sie sich umgehend an den offiziellen PayPal-Support und erstatten Sie anschließend Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizei.

Fazit

Seien Sie in jedem Fall wachsam und achten Sie auf den Schutz Ihrer Daten. Denn in unserer digitalen Welt kann der „unsichtbare Feind“ jederzeit zuschlagen. Aber mit dem richtigen Wissen und guter Vorbereitung sind wir ihm immer einen Schritt voraus. Bleiben Sie sicher und seien Sie immer auf der Hut vor betrügerischen PayPal-Anrufen!

Derartige Anrufe können auch im Namen anderer Zahlungsanbieter erfolgen. Bewahren Sie stets einen kühlen Kopf. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Niemand sollte gezwungen werden, eine Zahlung am Telefon zu bestätigen, insbesondere nicht unter dem Vorwand einer dringenden Situation.

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Warnung vor betrügerischen PayPal-Anrufen!

Quelle:

polizei-praevention.de

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