Nur wenige branchenspezifische Bereiche, die bereits reguliert sind, werden flächendeckend Möglichkeiten zur 2-Faktor-Authentisierung angeboten. Selbst dort, wo deren sensible Daten verarbeitet werden, kommt nur bedingt die Absicherung mit einem zweiten Faktor bei der Anmeldung optional zum Einsatz. Das zeigt eine Analyse des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) , für die über 200 digitale Dienste aus 16 Branchen untersucht wurden.
Apotheken, Fitness-Tracker, Shops
So ermöglichen beispielsweise keine der vom vzbv untersuchten Versandapotheken und nur zwei der 13 untersuchten Fitness-Tracker ein solches Verfahren. Auch keiner der betrachteten deutschen Online-Shops bietet die Möglichkeit, sich in einem zweistufigen Verfahren beim Nutzerkonto anzumelden.
Die Untersuchung zeigt aber auch, dass selbst wenn ein sicheres Anmeldeverfahren angeboten wird, Verbraucher dieses oft nicht nutzen – selbst wenn sie die Daten als schützenswert empfinden: So nutzen laut einer Umfrage des Instituts hopp Marktforschung im Auftrag des vzbv aus dem Jahr 2021 nur 17 Prozent ein zweistufiges Verfahren bei der Anmeldung zu ihrem E-Mail-Konto. Gleichzeitig gaben 61 Prozent ihr E-Mail-Postfach als besonders schützenswert an.
2-Faktor-Authentisierung erläutern
„Diese Diskrepanz zeigt: Anbieter sollten die 2-Faktor-Authentisierung auch besser erklären und bewerben und als Voreinstellung hinterlegen. Unternehmen sollten die bestmöglichen Voraussetzungen dafür schaffen, dass Verbraucher ihre Online-Accounts gut schützen können“, sagt vzbv-Vorständin Jutta Gurkmann.
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