Hacker-Angriff: 20.000 Euro Strafe für Knuddels

Autor: Kathrin Helmreich

Hacker-Angriff: 20.000 Euro Strafe für Knuddels
Hacker-Angriff: 20.000 Euro Strafe für Knuddels

Nach Cyber-Attacke im September sind 1,9 Mio. Nutzer-Accounts im Klartext geleakt worden

Nach dem massiven Hacker-Angriff auf den Karlsruher Chatanbieter Knuddels Anfang September dieses Jahres, muss das Unternehmen entsprechend der seit dem 25. Mai EU-weit gültigen DSGVO ein Bußgeld in Höhe von 20.000 Euro bezahlen.

Bei der Attacke waren Zugangsdaten von fast 1,9 Mio. Knuddels-Accounts im Klartext geleakt worden. Von den geleakten rund 808.000 E-Mail-Adressen sollen 330.000 verifiziert gewesen sein. Knuddels hatte die Zugangsdaten seiner User wegen einer Sicherheitsfunktion im Klartext gespeichert.

Vergleichsweise harmlose Strafe

„Wer aus Schaden lernt und transparent an der Verbesserung des Datenschutzes mitwirkt, kann auch als Unternehmen aus einem Hacker-Angriff gestärkt hervorgehen“,

so Stefan Brink, Datenschutzbeauftragter des Landes Baden-Württemberg. Das Bußgeld fällt vergleichsweise niedrig aus. Offensichtlich hat Knuddels gut mit der Behörde zusammengearbeitet, um weiteren Schaden abzuwenden. Der Dienst soll wegen der ungeschützten Speicherung der Passwörter gegen Artikel 32 der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstoßen haben.

Auch wenn Knuddels für die aufgewendeten und avisierten Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit und auch für die Geldbuße einen Gesamtbetrag im sechsstelligen Euro-Bereich zu tragen hat, ist das Unternehmen noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen.

Denn die zuständigen Aufsichtsbehörden können laut Artikel 83 der DSGVO bei schweren Verstößen gegen geltendes Recht Geldstrafen von bis zu zehn Mio. Euro beziehungsweise bis zu zwei Prozent des Jahresumsatzes des betroffenen Unternehmens verhängen.

Unterstützen 🤍

FAKE NEWS BEKÄMPFEN

Unterstützen Sie Mimikama, um gemeinsam gegen Fake News vorzugehen und die Demokratie zu stärken. Helfen Sie mit, Fake News zu stoppen!

Mit Deiner Unterstützung via PayPal, Banküberweisung, Steady oder Patreon ermöglichst Du es uns, Falschmeldungen zu entlarven und klare Fakten zu präsentieren. Jeder Beitrag, groß oder klein, macht einen Unterschied. Vielen Dank für Deine Hilfe! ❤️

Mimikama-Webshop

Unser Ziel bei Mimikama ist einfach: Wir kämpfen mit Humor und Scharfsinn gegen Desinformation und Verschwörungstheorien.

Abonniere unseren WhatsApp-Kanal per Link- oder QR-Scan! Aktiviere die kleine 🔔 und erhalte eine aktuelle News-Übersicht sowie spannende Faktenchecks.

Link: Mimikamas WhatsApp-Kanal

Mimikama WhatsApp-Kanal

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell
war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur
Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.


2) Einzelne Beiträge (keine Faktenchecks) entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und
wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)


Mit deiner Hilfe unterstützt du eine der wichtigsten unabhängigen Informationsquellen zum Thema Fake News und Verbraucherschutz im deutschsprachigen Raum

INSERT_STEADY_CHECKOUT_HERE

Kämpfe mit uns für ein echtes, faktenbasiertes Internet! Besorgt über Falschmeldungen? Unterstütze Mimikama und hilf uns, Qualität und Vertrauen im digitalen Raum zu fördern. Dein Beitrag, egal in welcher Höhe, hilft uns, weiterhin für eine wahrheitsgetreue Online-Welt zu arbeiten. Unterstütze jetzt und mach einen echten Unterschied! Werde auch Du ein jetzt ein Botschafter von Mimikama

Mehr von Mimikama

Mimikama Workshops & Vorträge: Stark gegen Fake News!

Mit unseren Workshops erleben Sie ein Feuerwerk an Impulsen mit echtem Mehrwert in Medienkompetenz, lernen Fake News und deren Manipulation zu erkennen, schützen sich vor Falschmeldungen und deren Auswirkungen und fördern dabei einen informierten, kritischen und transparenten Umgang mit Informationen.