Ich kann mich noch gut an den letzten Lockdown erinnern. Es gab viele Vorträge und Meetings online. Und es gab Clubhouse.
Mittlerweile haben wir uns auch alle daran gewöhnt, dass es online Vorträge oder Gespräche gibt. Sicherlich haben wir jetzt gerade im Sommer weniger dieser online-Meetings. Aber wenn ich an das Frühjahr zurückdenke, da gab es massenweise solcher Events. Und es gab Clubhouse.
Clubhouse, das war doch diese App, die es anfangs nur für das iPhone gab. Clubhouse, das war doch dieser Plattform, auf der sich Leute für Gespräche getroffen haben. Anfangs ein mega Hype! Wenn ich überlege, wer da alles unbedingt zu Anfang des Jahres auf Clubhouse war und unbedingt eingeladen werden wollte.
Irgendwie war es zu der Zeit auch das Geschäftsmodell. Exklusivität stand im Vordergrund. Du konntest nur teilnehmen, wenn du auch eingeladen wurdest. Und, wenn du das richtige Endgerät besitzt. Android-Nutzer waren beispielsweise komplett ausgeschlossen.
Deswegen habe ich auch nie an einem Clubhouse-Gespräch teilnehmen können. Es gab durchaus Veranstalter, die eine Art online-Podiumsdiskussion veranstaltet haben, und diese über Clubhouse laufen ließen. Ich musste tatsächlich so eine Veranstaltung absagen, weil ich aufgrund der Hardware einfach nicht teilnehmen konnte. Und das als eingeladener Speaker.
Clubhouse: Wo stehen wir?
Jetzt sind wir mittlerweile im Juli 2021. Clubhouse. Wenn ich den Begriff nicht genutzt hätte, hätten viele wahrscheinlich bereits vergessen, dass diese Plattform existiert. Tatsächlich ist der Hype (wenn es denn wirklich einen gab und es nicht nur ein Hype um einen Hype war) um diese Plattform stark zurückgegangen. Thomas Kuhn von der Wirtschaftswoche schreibt dazu:
Ebenso schnell aber ebbte der Rummel wieder ab. Knapp ein halbes Jahr nach dem Beginn des Hypes in Deutschlands spricht in der Digitalcommunity kaum mehr jemand von Clubhouse.
Das kann sicherlich auch daran liegen, dass Facebook und Twitter recht schnell gegengesteuert haben und ebenfalls den Nutzerinnen und Nutzern Audio Portale zur Verfügung gestellt haben. Bei Twitter nennt sich das Twitter Spaces, bei Facebook spricht man von Messenger Rooms.
Laut Medienberichten sehen die Clubhaus-Gründer das jedoch gelassen. Nach neuen Informationen in den Medien haben Sie keine Angst vor Facebook oder Twitter. Im Gegenteil, nach dem Launch der App für Android sehen sie sogar wieder einen Zuwachs.
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Die Webseite des STANDARD schreibt hierzu, dass die Clubhouse-Gründer keine Angst vor Facebook und Twitter hätten. Sie sehen aufgrund der Downloadzahlen aus dem PlayStore die Einschätzung vieler Marktforscher widerlegt, das Clubhouse auf dem absteigenden Ast sein.
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Artikelbild Clubhouse: Von Boumen Japet / Shutterstock.com
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