Immer wieder sind Telefonbetrüger erfolgreich, indem sie sich als vermeintliche Mitarbeiter eines bekannten Unternehmens ausgeben und Daten erfragen.

Daten erschlichen: Wie die Polizei Pirmasens berichtet, wurde am Montag, dem 22. Juni 2020, ein 59-Jähriger von einem angeblichen Mitarbeiter der Sparkasse Südwestpfalz telefonisch kontaktiert. Der Betrüger bediente sich dabei der Masche des sogenannten „Call-ID-Spoofings“. So zeigte das Display des Telefons fälschlicherweise die Nummer der Sparkasse an und erweckte den Eindruck, dass es sich tatsächlich um die Sparkasse handelt.

Der vermeintliche Sparkassen-Mitarbeiter gab an, dass es neuerdings eine 90-tägige TAN-Legitimierung geben würde, zudem bot er dem 59-Jährigen an, den Höchstbetrag von Überweisungen des Kontos zu erhöhen. Durch geschickte Gesprächsführung gelangte der Betrüger im Laufe des Telefonats an die Zugangsdaten des Online Bankings, indem er vorgab, die Daten für die Aktivierung der neuen Einstellungen des „Kundenkontos“ zu benötigen.

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Nachdem der falsche Mitarbeiter die Login-Daten erschlichen hatte, meldete sich der Täter an und überwies mittels TAN-Verfahren einmal 2.000 Euro, dann 3.000 Euro. Die TAN-Codes hatte sich der Betrüger ebenfalls geschickt erfragt.

Die Polizei warnt davor, irgendwelche persönlichen Daten via Telefon oder auf anderem Wege preiszugeben. Auch ruft die Sparkasse oder andere Unternehmen nicht beim Kunden zu Hause an, um persönliche Daten zu erfragen!

Sollte es doch einmal zu einem Datendiebstahl kommen, gilt es umgehend zu prüfen von welchem Konto die Daten abgegriffen wurden und dieses gegebenenfalls durch die echte Sparkasse sperren zu lassen.

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Quelle: Polizeidirektion Pirmasens
Artikelbild: Andrey_Popov / Shutterstock
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