Baby bekommt einen Wasserstrahl ins Gesicht

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Autor: Andre Wolf

Harmlose Spielerei oder wird hier ein Baby mittels eines Wasserstrahls in den Mund zur Ruhe gebracht?

Mimikama: Information

Auf den ersten Blick mag man hier dem Verfasser der Statusmeldung zustimmen, wenn er in die Welt ruft, dass diese Person gefunden werden muss, weil sie ihr Kind quält.

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(Screenshot: Facebook, öffentlicher Status)

Denn tatsächlich wirkt die Situation verstörend, denn auf dem Foto ist deutlich zu sehen, wie ein Kind über ein Spülbecken gehalten wird und dabei ein Wasserstrahl direkt in den Mund fällt. Die Satusüberschrift lautet:

I saw this photo on twitter. Please share so we can find this animal!! (Ich habe das Bild auf Twitter gesehen. Bitte teilen, damit wir dieses Tier finden können.)

In den Kommentaren kann man zusätzlich lesen, dass der Verfasser davon ausgeht, dass die Eltern bereits ausfindig gemacht wurden und dass man hier mittels Wasserstrahl ein Kind zum schweigen Bringen wollte

All because he wanted to stop her from crying. (Und alles nur, um das Weinen zu beenden)

Dabei bezieht sich der Verfasser auf einen in den Kommentaren zu diesem Bild geposteten Newsartikel aus 2011, in dem von einem Mann gesprochen wird, der zu einer Haftstrafe verurteilt wurde, weil er seine Tochter misshandelt habe. Tatsächlich wird in diesem Fall von 2011 davon gesprochen, dass der Vater hier seine 10 Monate alte Tochter unter einen kalten Wasserstrahl hielt, um sie ruhig zu stellen. Ferner verursachte er dabei Prellungen, brach ihr ein Bein und biss ihr ins Ohr. Diese Angaben kann man der Finger Lakes Times vom 22. April 2011 entnehmen.

Troopers said on two separate occasions, Iacono caused injury to his daughter by holding her face under a cold running bathtub faucet. In an effort to get her to stop crying, he also squeezed her feet and bit her ear.


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Das gehört jedoch nicht zu diesem Bild!

Der Artikel aus der Zeitung von 2011 hat jedoch nichts mit diesem Bild zu tun! Dieses Bild kursiert erst seit dem ersten Halbjahr 2015 in den sozialen Netzwerken, viele Fundstellen deuten dabei auf den Mai 2015 und geben Dabei noch ein zweites Foto wieder, welches dem Anschein nach nur wenige Sekunden vor dieser Aufnahme gemacht wurde.

Auf diesem Bild kann man durchaus erkennen, dass das Baby nicht weint, ebenso ist schwer einzuschätzen, welche Szenerie hier vorherrscht.

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(Screenshot: Twitter)

Bereits im Mai gab es viele Spekulationen um diese beiden Bilder. Diese Spekulationen reichten so weit, dass sogar die Polizei eingeschaltet wurde. So titelte der Mirror am 10. Juni 2015 bereits:

Shocking photo of baby held under running tap being investigated by police (Schockierendes Foto von Baby unter fließendem Wasser wird von der Polizei untersucht)

Ergebnisse dazu wurden jedoch nicht weiter präsentiert, jedoch kann man definitiv davon ausgehen, dass der Fall aus 2011 nichts mit diesen beiden Bildern zu tun hat. Fraglich und offen bleiben jedoch weiterhin die Hintergründe, wie dieses Bild entstanden ist.

Fakt ist jedoch:

Selbst wenn es nur eine kleine Spielerei ist (wonach es schon fast anmutet), solltn man darauf verzichten, missverständliche Bilder – ja am Besten generell Kinderbilder – ins Netz zu stellen.

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