Bedrohliche Kettenbriefe in WhatsApp – der Angstmacher unter Kindern

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Autor: Tom Wannenmacher

Im Zeitalter von Messenger-Diensten wie WhatsApp sind Kettenbriefe zu einem großen Problem für Kinder geworden, besonders wenn darin Todesdrohungen oder Gruselgeschichten vorkommen.

Unser Kooperationspartner Saferinternet.at hat Tipps zum kompetenten Umgang mit Kettenbriefen für Eltern, Lehrende sowie Jugend- und Sozialarbeiter/innen ausgearbeitet. Kettenbriefe verursachen bei Kindern große Angst, weil sie fürchten, dass die Drohungen wahr werden könnten. Sie können die einschüchternden Inhalte schlecht beurteilen, leiten diese vorsorglich an ihre WhatsApp-Kontakte weiter und tragen so zur großen Reichweite der Kettenbriefe bei. Vor allem Kinder im Volksschulalter werden zunehmend von Kettenbriefen überhäuft. Daher sind Kettenbriefe zu einem zentralen Thema in den Saferinternet.at-Workshops in dieser Altersgruppe geworden.

Saferinternet.at und 147 Rat auf Draht unterstützen mit zahlreichen Angeboten: Tipps und eine Gruppenübung

Für Erwachsene ist oft auf den ersten Blick klar, dass die Inhalte der Kettenbriefe nicht stimmen, die Ängste der Kinder müssen aber immer ernst genommen werden.
Wir haben Tipps für Eltern zum kompetenten Umgang mit Kettenbriefen zusammengestellt:

  • Ergreifen Sie die Initiative. Sprechen Sie das Thema von sich aus an. Gehen Sie gemeinsam die Kettenbriefe durch, die Ihr Kind schon erhalten hat. Fordern Sie Ihr Kind auf, jederzeit zu Ihnen zu kommen, wenn es unsicher ist.
  • Erklären Sie Ihrem Kind, was Kettenbriefe sind. Kindern ist oft nicht bewusst, was hinter diesen Nachrichten steckt und dass die darin beschriebenen Gefahren nur leere Drohungen – also Fakes – sind, die nichts mit ihnen persönlich zu tun haben.
  • Machen Sie Ihrem Kind immer wieder klar, dass nichts Schlimmes passiert, wenn man einen Kettenbrief nicht weiterschickt. Verlieren Sie dabei nicht die Geduld. Wenn Sie Ihr Kind begleiten, wird es im Laufe der Zeit die Sicherheit gewinnen, dass die in Kettenbriefen angedrohten Gefahren nicht real sind.
  • Vereinbaren Sie Regeln. Diskutieren Sie mit Ihrem Kind, welche Kettenbriefe weitergeschickt werden dürfen und welche nicht. Nicht alle Kettenbriefe sind bedrohlich bzw. bedenklich, manche sind einfach auch nur nett. Es gibt aber viele Kettenbriefe, die sofort gelöscht werden sollten.
  • Verängstigte Kinder können sich rund um die Uhr kostenlos an die Beratungshotline 147 Rat auf Draht unter der kostenlosen Telefonnummer 147 sowie online unter www.rataufdraht.at wenden.

– Hier geht´s zur vollständigen Auflistung der Tipps für Eltern
– Hier finden Lehrende sowie Jugend- und Sozialarbeiter/innen Tipps zum Umgang mit Kettenbriefen.

Gruppenübung: Gemeinsam Kettenbriefe beurteilen

Eine Auseinandersetzung mit gruseligen Kettenbriefen oder Nachrichten mit Todesdrohungen in der Gruppe ist sinnvoll, da sich Kinder oft unsicher sind, welche Kettenbriefe weitergeschickt werden dürfen und welche eben besser nicht.
Die Gruppenübung, welche sowohl in Schulklassen wie auch in unterschiedlichen Jugendgruppen (Pfadfinder, Jugendzentren, etc.) durchgeführt werden kann, verfolgt drei Ziele:

  • Inhalte von Kettenbriefen beurteilen und einschätzen können
  • Mit den eigenen Gefühlen umgehen und das Verhalten entsprechend gestalten können
  • Verhaltensweisen in der Gruppe besprechen & gemeinsame Regeln aufstellen

– Lehrende sowie Jugend- und Sozialarbeiter/innen können sich die Kettenbrief-Gruppenübung kostenlos downloaden.

Quelle: Saferinternet.at

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