Am 06.07.2023 zwischen 09:30 Uhr und 20:00 Uhr trieben Telefonbetrüger im Bereich Bad Godesberg ihr Unwesen.

In mehreren Telefonaten mit einer 90-jährigen Dame gaben sie sich als Mitarbeiter des Landeskriminalamtes aus und erzählten die frei erfundene Geschichte von mehreren Einbrüchen in der Nachbarschaft der Angerufenen und der „Ermittlungserkenntnis“, dass bei zwei festgenommenen Tatverdächtigen einer rumänischen Großbande ein Zettel gefunden worden sei, auf dem auch ihre Adresse vermerkt sei.

Im weiteren Verlauf überzeugte das Gaunerduo die Seniorin schließlich davon, dass es nun gelte, ihr Vermögen zu sichern. So deponierte die Geschädigte schließlich Goldmünzen in einem Stoffbeutel unter einem vor dem Haus geparkten Auto. In diesem Zusammenhang wiesen die Täter telefonisch darauf hin, dass die Rollläden zur Straße hin unbedingt heruntergelassen werden müssten. Die „Abholer“ schnappten sich schließlich unbemerkt die Beute und entfernten sich unerkannt. Ein letzter Anruf der Betrüger signalisierte der Geschädigten schließlich, „dass jetzt alles sicher sei“.

Nach erfolgter Anzeigenerstattung hat das zuständige KK 24 die weitergehenden Ermittlungen zu dem Fall übernommen.

Die Polizei warnt und rät

  • Betrüger geben sich als Verwandte oder Amtspersonen aus und berichten in Schockanrufen von angeblichen Verkehrsunfällen oder behaupten, dass ein Einbruch bevorstehe und die Polizei ihre Hilfe benötige.
  • Seien Sie bei allen Anrufen misstrauisch – gesundes Misstrauen ist nicht unhöflich!
  • Rufen Sie Ihren angeblichen Verwandten unter einer Ihnen bekannten Nummer zurück und vergewissern Sie sich, dass tatsächlich eine Notlage vorliegt.
  • Machen Sie am Telefon keine Angaben zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen. Die echte Polizei befragt Sie am Telefon nicht nach Bargeld oder Wertgegenständen, die Sie zu Hause oder auf der Bank haben – auch nicht bei dringenden Ermittlungen.

Hinweis

Aus aktuellen polizeilichen Ermittlungen ist bekannt, dass auch Telefonbetrüger zur Vorbereitung ihrer Taten vermehrt auf persönliche Daten zurückgreifen, die sie aus aktuellen Todesanzeigen herausfiltern!

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte. Beenden Sie das Gespräch – legen Sie einfach den Hörer auf oder drücken Sie die entsprechende Taste am Telefon. Informieren Sie sofort die Polizei über 110, indem Sie nach dem Auflegen selbst den Polizeinotruf wählen. Vertrauen Sie sich auch Angehörigen oder Bekannten an.

Weitersagen hilft Betrüger zu stoppen

Diese Warnung richtet sich ausdrücklich nicht nur an ältere Menschen, sondern auch an die jüngere Generation. Um den Betrügern das Leben so schwer wie möglich zu machen und die Aufklärung der Taten weiter zu intensivieren, helfen Sie der Polizei, indem Sie Bekannte und Verwandte vor den Betrugsmaschen warnen. Nutzen Sie Ihre Netzwerke, um auf die Taten aufmerksam zu machen.

Die Seniorenberatung der Bonner Polizei bietet Betroffenen und Angehörigen nach einem solchen Vorfall Beratung in einem persönlichen Gespräch und bei Bedarf weiteres Informationsmaterial an. Wenden Sie sich gerne telefonisch unter 0228 15-7676 oder per E-Mail an seniorenberatung.bonn@polizei.nrw.de an die Präventionsstelle. Weitere Tipps zum Schutz vor Schockanrufen: HIER

Bitte beachten Sie zur Unterstützung einer konsequenten Strafverfolgung auch: Sollten Sie in der Vergangenheit Opfer einer solchen Straftat geworden sein, erstatten Sie bitte auch nachträglich Anzeige!

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Quelle:

Presseportal


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