Faszination – warum Menschen hier so verwundbar sind

Glücklicherweise gibt es sie, die seriösen Anbieter von Klassenlotterien. Hier steht tatsächlich das Glück im Fokus, es wird keine Abzocke betrieben. Immer wieder werden Menschen in Österreich, aber zum Opfer von Betrugsversuchen, vor allem telefonisch. Plötzlich klingelt das Telefon und eine fremde Stimme beglückwünscht den arglosen Angerufenen zu einem Lottogewinn. Rasch schlägt das Herz schneller, vor dem inneren Auge ist der neue Porsche schon gekauft. Aber Vorsicht! Dahinter steckt in den allermeisten Fällen Betrug. Welcher Lottoanbieter ruft seine Kunden persönlich an, wenn sie das richtige Los gezogen haben?

Ein typisches Beispiel für einen solchen Betrug war die „Euro-Lotto-Masche“ aus dem letzten Jahr (2021). Menschen wurden mit der Landeskennzeichnung von Großbritannien oder Deutschland angerufen und darauf hingewiesen, dass sie 49.900 Euro gewonnen haben. Um den Gewinn auszuzahlen, sei aber zuvor die Überweisung von 1.000 Euro in Form von Bitpanda-Gutscheinen erforderlich. Ein klarer Hinweis auf Betrug! Folgende Maßnahmen können potenzielle Opfer schützen:

  • keine persönlichen Daten am Telefon weitergeben
  • kein Geld überweisen, um einen Gewinn zu erhalten
  • immer überprüfen, ob überhaupt Lotto gespielt wurde
  • im Internet nach der Absenderrufnummer googeln
  • im Zweifel Verwandte und Freunde oder die Polizei um Rat fragen

Die lästigen Probleme mit Lotto-Werbung, die niemand haben wollte

Wer an einem Gewinnspiel teilnehmen möchte, sucht sich den Anbieter selbst aus und entscheidet sich dafür. Das ist scheinbar einigen (dubiosen) Lottoanbietern nicht genug. Sie nutzen telefonische Werbung dafür, um möglichst viele Kunden an sich zu binden. Aber woher haben die Trickser eigentlich die Nummer? Hierfür gibt es viele Gründe, es reicht schon die Angabe der Telefonnummer bei einem Newsletter. Wer dann ein falsches Kreuzchen setzt, stimmt zu, dass die Nummer weitergegeben und für Werbeanrufe genutzt wird.

Aber was tun, wenn ein Lottounternehmen anruft und dazu auffordert, ein Los der Gesellschaft zu kaufen? Am besten auflegen und die Nummer gleich blockieren. Wer Lotto spielen möchte oder an einer Klassenlotterie teilnehmen will, informiert sich im Vorfeld über seine Möglichkeiten. Auch das Finanzministerium warnt in Österreich vor betrügerischen Aktivitäten. So wertvoll das Internet in vielen Bereichen ist, so groß sind auch die potenziellen Fallen.

Vertragsabschluss per Telefon – ist das eigentlich möglich?

Nach Feierabend klingelt plötzlich das Telefon und dann behauptet die Person am anderen Ende der Leitung auch noch, dass ein Vertrag abgeschlossen wurde. Es drehe sich angeblich um die kostenlose Teilnahme an Gewinnspielen, die in Zukunft aber kostenpflichtig würden. Auch in diesem Fall gilt: Sofort auflegen, hier möchte nur jemand Daten abgreifen. Wenn sich das Opfer am Telefon besorgt gibt und den vermeintlichen Vertrag kündigen möchte, werden die persönlichen Daten abgeglichen. Schon droht Gefahr, denn fremden Menschen am Telefon sollte niemand seine Daten aushändigen.

Damit solches Treiben von Anfang an rechtswidrig ist, sind telefonische Verträge schlichtweg unmöglich geworden. Nur wenn ein Vertrag per E-Mail oder Fax abgeschlossen wurde, ist er rechtsgültig.

Raffiniert ist die Vorgehensweise der Betrüger, die natürlich Wind von den Verboten bekommen haben. Heute geben sie sich nicht mehr als Gewinnspielanbieter aus, sondern nutzen teilweise den Namen von Verbraucherzentralen oder anderen seriösen Einrichtungen. Sie geben vor, den Verbraucher vor genau solcher Abzocke schützen zu wollen. In Wahrheit möchten sie nur gegen ein bestimmtes Entgelt einen ungültigen Vertrag verkaufen.

Die bekanntesten Betrugsmaschen in Österreich – so können Lottofallen entlarvt werden

Wenn das Telefon klingelt und ein seltsamer Mensch am anderen Ende der Leitung ist, sollten die Alarmglocken anspringen. Es gibt ganz klassische Betrugsmaschen, die sich immer wieder wiederholen. So die Gewinnmasche. Der Täter am anderen Ende der Leitung beglückwünscht zum Gewinn und fragt anschließend nach den persönlichen Daten. Er erklärt, dass die Daten leider verloren gegangen sind und deshalb ein solcher Abgleich erforderlich ist. Auflegen! Das ist Betrug und es gibt keinen Gewinn.

Die Verlängerung eines Abos ist die zweite große Falle. Unseriöse Betrüger teilen am Telefon mit, dass das Lotto-Abo ausläuft und verlängert werden muss. Um die Verlängerung durchzuführen oder den Vertrag zu kündigen, werden die Daten abgefragt. Tatsächlich würden seriöse Lottoanbieter niemals proaktiv Kunden anrufen und zur Verlängerung eines Vertrages drängen. Kunden haben bei seriösen und fairen Anbietern Entscheidungsfreiheit.

Sehr beängstigend wirkt es, wenn plötzlich das Inkassounternehmen anruft. Keine Panik, dabei handelt es sich mutmaßlich um Betrüger. Sie geben sich dazu zu erkennen, dass sie im Namen eines (fiktiven) Inkassoinstituts Lotto-Schulden eintreiben sollen. Es wird dazu aufgefordert, den genannten Betrag auf eine IBAN im Ausland zu überweisen. Die Kontaktaufnahme bei dieser Masche kann per Telefon, per E-Mail oder per Briefpost erfolgen. Grundsätzlich sollten niemals Zahlungen ins Ausland geleistet werden. Wenn die Schulden nicht bekannt sind, kann die Zahlungsaufforderung ignoriert werden. Im Ernstfall bieten die Verbraucherzentralen Rat und Schutz an.

Fazit: Seriöse Lottoanbieter leiden unter der dubiosen Konkurrenz

Für ernsthafte Anbieter von Lottospielen und Klassenlotterien sind die dubiosen Konkurrenten ein großes Problem. Sie beschädigen nicht nur ihren Ruf, sondern lösen grundsätzliches Misstrauen bei den Österreichern aus. Dabei gibt es hervorragende und renommierte Anbieter von Lotto, die auch tatsächlich im Gewinnfall das Geld auszahlen. Hierfür rufen sie aber die Teilnehmer nicht an und belästigen sie nicht am Telefon.

Seriöse Anbieter:
https://www.prokopp.at/
https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96sterreichische_Lotterien

Weitere Links zum Thema:
https://www.lotterien.at/spiele/services/tipps-fuer-sicheres-spielen
https://www.avast.com/de-de/c-gift-card-scams

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)