Ein Sharepic bildet einen Tweet ab, in dem es um den Pflegekräftemangel an der Kinderkrebsklinik der Charité in Berlin geht. Das Fazit darin: DAS sind die wahren Gründe, um besorgt zu sein.

Die Berliner Charité ist das älteste Krankenhaus Berlins. Mit seinen über 3.000 Betten zählt es auch zu den größten Universitätskliniken Europas und ist dementsprechend auch bekannt.

Nun tauchte ein Sharepic auf, in dem der Inhalt eines Tweets abgebildet ist. Dieser Tweet stammt ursprünglich von dem Account Kaffeecup und wurde am 11. Dezember 2019 veröffentlicht (siehe hier). Der gesamte Text lautet:

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Die Kinderkrebsklinik der Berliner Charité, einer der größten Unikliniken Europas, nimmt aus Mangel an Pflegekräften (!) aktuell keine Kinder mehr auf. Liebe „besorgte Bürger“: Falls Ihr echte Gründe sucht, um Euch Sorgen um Deutschland machen zu können, das hier wäre einer!

Sharepic Berliner Charité
Sharepic Berliner Charité

Die Frage an dieser Stelle: Nimmt die Berliner Charité tatsächlich in der Kinderkrebsklinik derzeit aus Mangel an Pflegekräften keine Kinder mehr auf?

Der Faktencheck

Leider, und das muss man betonen, leider ist der Faktencheck hier recht leicht und das Ergebnis eindeutig: Der Verfasser des Tweets verbreitet keinen Fake. Die Berliner Charité hat hierzu am 11. Dezember 2019 auch eine Pressemitteilung veröffentlicht:

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Die Klinik für Pädiatrie mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnte vorübergehend keine neuen Patienten aufnehmen. Alle bereits laufenden Patientenbehandlungen wurden gesichert. Zu keinem Zeitpunkt kam es zu einer Patientengefährdung. Die Charité wird spätestens ab der Weihnachtswoche wieder neue Patienten in der Kinderonkologie aufnehmen können.

Alle universitären Kinderkliniken in der Bundesrepublik leiden unter dem Mangel an hochspezialisierten Pflegekräften. Auch die Charité ist davon betroffen. Dabei hat die Versorgung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere mit onkologischen Erkrankungen, für die Berliner Universitätsmedizin höchste Priorität.

Es wurden eine Reihe kurzfristiger Maßnahmen ergriffen, um den aktuellen Einschränkungen zu begegnen. Dazu gehört die Sicherstellung der bereits laufenden Patientenbehandlungen. Um die Therapien von neuen Patienten sicherzustellen, die aktuell nicht an der Charité behandelt werden konnten, wurde bereits vorab kollegialer Kontakt mit pädiatrisch-onkologischen Zentren aufgenommen. Im Rahmen dieser Absprachen wurden insgesamt zwei Patienten in der Kinderonkologie des Helios Klinikums Berlin-Buch aufgenommen.

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