Es gibt nur Chemtrails und keine Kondensstreifen? Unsinn!

Autor: Andre Wolf

Es gibt nur Chemtrails und keine Kondensstreifen? Unsinn!
Es gibt nur Chemtrails und keine Kondensstreifen? Unsinn!

Ich gestehe, ich bin ein großer Fan von Chemtrails. Ich finde sie einfach super. Zugeben, ich finde sie auf eine andere Weise super, als der Satz zunächst vermitteln kann.

Ich finde Chemtrails auf narrativer Ebene großartig. Das sehen auch meine Kolleginnen und Kollegen im Chemtrail-Pilotenverband so. Außer Rüdiger, der schnüffelt manchmal zu viel an dem Zeug. Aber dafür macht der echt gute Flug Stunts.

Also wenn du mal ganz irre Kondens… ähhhh Chemtrails am Himmel siehst, dann war Rüdiger wieder mal am Werke. Und ich kann es dann natürlich wieder ausbügeln, denn als Pressesprecher des Chemtrail-Pilotenverbandes bin ich für die Desinfo zuständig. Manchmal sorge ich auch dafür, dass wir neue Dienstkleidung bekommen (-> HIER <-)

Immer wieder ermahne ich auch Rüdiger, dass er doch ein wenig kürzertreten soll. Aber so ist das bei den Echsenmenschen, die kennen halt keine Grenzen. Gut, seine einzige Grenze liegt beim Übergang von der Obererde zur holen Erde. Da darf er nicht fliegen! Das hat schon seinen Sinn, warum er hier oben fliegen muss! Aber nun ist gut damit, ich muss die Mische für morgen zusammenrühren, damit ich wieder weiß, mit welchen Mitteln die Menschen wieder manipuliert werden.

Chemtrail auf narrativer Ebene

Wie du an diesem kleinen Prolog bemerkt hast, ist das Thema Chemtrail eigentlich längst von der Trollerei gekapert worden. Die klassischen Geschichten werden übersteigert und weitergesponnen. Und zwar so absurd weitergesponnen, dass sie definitiv nicht glaubwürdig sind. Das ist natürlich ein Element, mit dem man Chemtrails begegnen kann. Die Geschichten überspitzen und ad absurdum führen, sodass sie wie ein Spiegel wirken. Ein extremer Zerrspiegel.

Auf einer zweiten Ebene kann man natürlich versuchen, das Phänomen Chemtrails sachlich zu erklären. Woher kommt die Idee, warum werden vermeintlich Chemtrails beobachtet, und was steckt da wirklich hinter. Das haben wir auch mittlerweile in einem Haufen Artikel gemacht. Kurz noch mal die klassische Erklärung, was Chemtrails überhaupt sein sollen:

Das Wort „Chemtrails“ setzt sich aus den Wörtern Chemikalien und Contrails zusammen, grob übersetzt also chemische (Kondens)streifen. Gemeint sind damit die weißen Streifen am blauen Himmel, die man sieht, wenn ein Flugzeug gerade da lang geflogen ist. Den Verfechtern der Chemtrails-Theorie ist aber aufgefallen, dass manche dieser Streifen länger am Himmel zu sehen sind als andere und sich langsam ausbreiten… für sie ein untrüglicher Beweis, dass in den Kondensstreifen noch etwas anderes ist und zwar: Chemikalien, die die Menschen vergiften sollen!

Soviel dazu. Dennoch gibt es immer wieder eine Menge Beweisversuche, die von der Existenz dieser menschenmanipulierenden Chemtrails überzeugen sollen. So wie diese recht neue Geschichte mit der Behauptung, es gäbe schon lange keine Kondensstreifen mehr. Diese Streifen seien angeblich IMMER Chemtrails:

Sollten Sie auch in der irrigen Annahme sein, die lustigen Streifen dort oben am Himmel seien Kondensstreifen, dann muss ich Sie enttäuschen, denn moderne Flugzeuge mit Hoch-Nebenstromtriebwerke (auch als so genannte Mantelstromtriebwerke bezeichnet) produzieren keine Kondensstreifen mehr.

Alles Chemtrails?
Alles Chemtrails?

Natürlich gibt es weiterhin Kondensstreifen. Warum sollte die Verwendung von Mantelstromtriebwerken keine dieser Streifen mit sich bringen? Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt beschreibt, wie diese Streifen entstehen. Das hat was mit der Flughöhe, den Temperaturen und auch der Luftfeuchtigkeit zu tun (siehe hier):

Flugzeuge fliegen hoch – rund 10 Kilometer über dem Boden. Da oben ist es kalt, manchmal -40 Grad und noch kälter. Diese kalte Luft kann den Wasserdampf, der aus Flugzeugtriebwerken kommt, nicht so gut aufnehmen wie wärmere Luft. Was dann passiert, ähnelt einem Schwamm, der so nass ist, dass er keine weitere Flüssigkeit aufnehmen kann: Es bilden sich Wassertropfen, die künstliche Wolken formen – und genau so entstehen Kondensstreifen.

Klingt im Grunde sogar eindeutig logisch. Die Geschichte über die weltweiten Bevölkerungskontrollen mittels Chemikalien am Himmel indes weniger, da sie voller Logiklöcher ist.

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Aber was sag ich. Am Ende bin ich ja nur die Desinfo, die für ein paar Bonuspunkte auf der Antifa-Platincard, hin und wieder einem Bier mit Rüdiger und vor allem einem Date mit der scharfen Reptiloidenpiloten Elgard nach der nächsten ChemtrailpilotInnen Weihnachtsfeier alles tun würde. #sprayandpray #sprayforlive

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