Stellen Sie sich vor, Ihre intimsten digitalen Geheimnisse finden sich plötzlich auf einem Schwarzmarkt im Internet wieder. Von Kreditkartennummern bis hin zu den Zugangsdaten zu Ihren Lieblingswebsites – alles steht zum Verkauf. Dies ist die erschreckende Realität, die ein neuer Bericht von Trend Micro, einem führenden Anbieter von Cybersicherheitslösungen, offenbart. Der Bericht beleuchtet den florierenden Schwarzmarkt für gestohlene Daten und zeigt, welche Informationen bei Hackern am begehrtesten sind.

Die bevorzugten Ziele der Cyberkriminellen

Die Welt der Cyberkriminalität ist vielschichtig und komplex, insbesondere wenn es um Infofälscher geht. Diese Malware, die speziell auf den Diebstahl sensibler Daten ausgerichtet ist, hat sich zu einer großen Bedrohung entwickelt. In diesem Zusammenhang haben Kryptowährungs-Wallets und Webbrowser-Daten, wie gespeicherte Logins und Kreditkarteninformationen, eine hohe Priorität für Cyberkriminelle. Diese Daten sind vergleichbar mit Bargeld – sie können schnell und einfach in reale Werte umgewandelt werden.

Ein wichtiger Aspekt, der diese Daten für Hacker so attraktiv macht, ist ihre unmittelbare Verwertbarkeit. Kryptowährungs-Wallets bieten direkten Zugang zu digitalen Währungen, die anonym und ohne Rückverfolgbarkeit gehandelt werden können. Webbrowser-Daten wie Login-Informationen und Kreditkartennummern ermöglichen den Zugang zu Online-Konten, Shopping-Plattformen und Finanzdienstleistungen. Dies macht sie zu einer Goldgrube für Betrüger, die diese Informationen nutzen, um Waren zu kaufen, Finanztransaktionen durchzuführen oder auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Unterschätzte Datenkategorien

Auch wenn Kryptowährungs-Wallets und Webbrowserdaten im Mittelpunkt des Interesses stehen, gibt es andere Datenkategorien, die zwar weniger Aufmerksamkeit erhalten, aber dennoch von Bedeutung sind. WLAN-Verbindungsdaten und Screenshots sind Beispiele für solche Daten. Sie sind auf dem Schwarzmarkt weniger gefragt, da ihre Monetarisierung und Nutzung komplizierter ist. Dennoch stellen sie ein potenzielles Risiko dar, insbesondere wenn sie Zugang zu privaten Netzwerken oder vertraulichen Informationen gewähren.

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Ein mittleres Risiko besteht bei speziellen Zugangsdaten wie FTP (File Transfer Protocol) und VPN (Virtual Private Network). Diese Arten von Daten sind besonders in Unternehmensumgebungen wertvoll, da sie den Zugang zu internen Netzwerken und sensiblen Daten ermöglichen können. Hacker, die an gezielten Angriffen auf Unternehmen oder Organisationen interessiert sind, könnten diese spezifischen Daten als Einfallstor nutzen.

Ein globaler Brennpunkt des Datendiebstahls

Die geografische Verteilung der Datendiebstähle zeigt, dass bestimmte Länder und Websites einem höheren Risiko ausgesetzt sind. Portugal, Brasilien und Griechenland führen die Liste der am stärksten gefährdeten Länder an, was auf verschiedene Faktoren wie die Anzahl der Internetnutzer und die lokale Cybersicherheitsinfrastruktur zurückzuführen ist. Websites wie Google , Microsoft-Login-Seite, Facebook und Instagram sind besonders beliebte Ziele für Cyberkriminelle, da sie eine große Anzahl von Nutzern haben und somit eine reiche Quelle wertvoller Daten darstellen.

Praktische Schutzmaßnahmen

Der Bericht von Trend Micro unterstreicht, dass es wichtige Maßnahmen gibt, die jeder Nutzer ergreifen kann, um sich vor diesen Bedrohungen zu schützen. Die Verwendung von Passwort-Managern hilft bei der Erstellung und Verwaltung komplexer und einzigartiger Passwörter für verschiedene Online-Dienste und erhöht so die Sicherheit. Multi-Faktor-Authentifizierung bietet eine zusätzliche Sicherheitsebene, indem zusätzlich zum Passwort eine weitere Verifizierung erforderlich ist, z. B. ein Code, der an das Smartphone gesendet wird. Darüber hinaus wird empfohlen, nicht dieselben Passwörter für mehrere Dienste zu verwenden und sensible Informationen wie Zahlungsdaten nicht in Webbrowsern zu speichern.

Den vollständigen Bericht Your Stolen Data for Sale finden Sie in englischer Sprache HIER.

Fazit: Wachsam bleiben

Dieser Bericht ist ein Weckruf. Wir müssen verstehen, welche Daten wir schützen sollten und wie. Es geht nicht nur um den individuellen Schutz, sondern auch um das größere Bild der Cyber-Sicherheit.

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