Digitale Zahlungen vs. Bargeld: Ein umfassender Faktencheck zu viralen Behauptungen

Die Kostenwahrheit bei digitalen Transaktionen: Warum Bargeld nicht immer die günstigste Lösung ist!

Autor: Sonja Bart

DEUTSCH: Da dieser Kettenbrief aktuell in Deutsch, Englisch und Französisch kursiert, veröffentlichen wir hier einen Artikel und Faktencheck in allen drei Sprachen. Für eventuelle Übersetzungsfehler bitten wir um Entschuldigung.

ENGLISH: As this chain letter is currently circulating in German, English, and French, we present here an article and fact-check in all three languages. We apologize for any translation errors.

FRANÇAIS: Comme cette lettre en chaîne circule actuellement en allemand, anglais et français, nous présentons ici un article et une vérification des faits dans ces trois langues. Nous nous excusons pour toute erreur de traduction.


Deutsch:

In den sozialen Medien macht zum wiederholten Male eine Behauptung die Runde, die digitale Zahlungsmethoden mit der Nutzung von Bargeld vergleicht, insbesondere in Bezug auf die damit verbundenen Kosten. Es wird behauptet, dass digitale Transaktionen erhebliche Kosten verursachen können, die sich durch wiederholte Transaktionen zu bedeutenden Verlusten summieren. Ferner wird suggeriert, dass diese Kosten von den Banken erhoben und durch die Nutzung von Bargeld vermieden werden könnten.

Diese Darstellung beruht jedoch auf einer Reihe von Annahmen und Vereinfachungen, die nicht der Realität entsprechen. So wird unterstellt, dass bei jeder digitalen Transaktion systematisch eine Gebühr anfällt, die bei jeder weiteren Transaktion in der Kette erneut erhoben wird. Tatsächlich sind die Gebühren jedoch sehr unterschiedlich und fallen nicht bei jeder Transaktion an.

Die Behauptung liefert somit ein vereinfachtes und teilweise irreführendes Bild der Kosten digitaler Zahlungen im Vergleich zu Bargeld. Dabei werden auch die potenziellen Vorteile digitaler Zahlungen, wie Bequemlichkeit, Sicherheit und die leichtere Nachverfolgung von Ausgaben, ignoriert.

Der Kettenbrief:

“Bitte teilen werde auch mehr in bar bezahlen. Nie so darüber nachgedacht, aber unten lesen. Dann denkt man, wow, das ist schlimm! Auch aufpassen und wieder mehr Bargeld bezahlen Warum sollten wir überall mit Bargeld bezahlen anstatt mit Bankkarte? – Ich habe einen 50-€-Schein in der Tasche und werde ihn in ein Restaurant bringen und mein Abendessen damit bezahlen.

Der Restaurantbesitzer verwendet diese 50 €, um seine Rechnung in der Waschanlage zu bezahlen. Der Autowaschbesitzer zählt seinen Haarschnitt bei seinem Friseur. Der Friseur verwendet diese 50 € für die Kasse im Supermarkt. Nach unbegrenzter Zahl an Zahlungen bleibt der Wert meines 50-50-Scheines gleich, was bedeutet, dass er seinen Zweck für alle erfüllt hat, die ihn als Zahlungsmittel genutzt haben und die Bank weder in irgendeine Bargeldtransaktion eingreift.

ABER WAS – WENN ich jetzt in ein Restaurant gehe und digital mit meiner Bankkarte bezahle, – die Kosten für meine digitale Zahlung, die dem Restaurantbesitzer in Rechnung gestellt wird, inklusive Transaktionskosten in Prozent betragen durchschnittlich 2,5% was dann auf 1,25€ für jede weitere Zahlungstransaktion hinausgeht.

(Das bedeutet, dass jede nächste Zahlungstransaktion 1,25 € kostet) – die gleichen Kosten werden umgesetzt, wenn der Restaurantbesitzer seine Rechnung digital in der Waschanlage bezahlt, – die Zahlungen des Waschraumbesitzers beim Friseur, – die nächsten Zahlungen auch usw. Daher bleiben nach den ersten 36 Transaktionen von diesen 50 € nur 5 € übrig und die restlichen 45 € sind Eigentum der Bank geworden… Danke an alle digitalen Transaktionen und Gebühren!

Zudem belaufen sich die Kosten für eine Debitkarte im Schnitt 2,25 € pro Monat, also sind deine 50 € nach einem Monat sparen nur 47,75 € wert. Weg ist weg, man kann es nur einmal ausgeben. Cash ist König!”

Faktencheck:

Warum sollten wir überall mit Bargeld bezahlen, anstatt mit Bankkarte?
Faktencheck: Sowohl Bargeld als auch Bankkarten haben ihre Vorteile. Während Bargeld in einigen Situationen nützlich sein kann, bieten Karten und digitale Zahlungen oft mehr Bequemlichkeit und Sicherheit.

Der Umlauf von Bargeld 
Faktencheck: Der Wert eines 50-€-Scheins bleibt gleich, solange er als Zahlungsmittel genutzt wird. Dies ist ein Vorteil des Bargelds, da es direkt und ohne zusätzliche Gebühren transferiert werden kann.

Digitale Zahlungen und Transaktionsgebühren 
Faktencheck: Die Kosten für digitale Zahlungen variieren stark. Einige Banken und Zahlungsanbieter erheben Gebühren, andere nicht. Die Höhe der Gebühren hängt von der Bank, dem Land und der Art der Transaktion ab.

Falsche Annahme über kumulative Gebühren 
Faktencheck: Die Behauptung, dass nach mehreren digitalen Transaktionen der Großteil des Geldes als Gebühren an die Bank geht, ist falsch. Diese Annahme übertreibt stark und versteht nicht, wie Gebühren tatsächlich funktionieren.

Kosten einer Debitkarte
Faktencheck: Die monatlichen Kosten für eine Debitkarte variieren stark von Bank zu Bank und von Land zu Land. Einige Banken bieten kostenlose Debitkarten an, während andere Gebühren erheben.

Fazit: Die viralen Behauptungen sind irreführend. Digitale Zahlungen können oft bequemer und sicherer sein als Barzahlungen. Es ist wichtig, sich über die möglichen Kosten und Vorteile beider Zahlungsmethoden im Klaren zu sein.


English language: Digital Payments vs. Cash: A Comprehensive Fact-Check on Viral Claims

Currently, a claim circulating on social media compares the use of cash to digital payment methods, particularly in terms of associated costs. This claim suggests that the costs of digital transactions can be significant and, over time through repeated transactions, can lead to substantial losses. It also implies that these costs are levied by banks and can be avoided by using cash.

However, this portrayal is based on a series of assumptions and simplifications that don’t necessarily match reality. For example, it is assumed that each digital transaction incurs a fee, and that this fee is reapplied at each subsequent link in the transaction chain. In reality, fees vary greatly and are not necessarily incurred with every transaction.

The claim, therefore, provides a simplified and partly misleading picture of the costs of digital payments compared to cash. It also overlooks the potential benefits of digital payments, such as convenience, security, and easier tracking of expenses.

The chain letter

“Please understand what not using cash is doing !!! Cash is important! Why should we pay cash everywhere with banknotes instead of a card? – I have a $50 banknote in my pocket. Going to a restaurant and paying for dinner with it. The restaurant owner then uses the bill to pay for the laundry. The laundry owner then uses the bill to pay the barber.

The barber will then use the bill for shopping. After an unlimited number of payments, it will still remain a $50, which has fulfilled its purpose to everyone who used it for payment and the bank has jumped dry from every cash payment transaction made… – But if I come to a restaurant and pay digitally – Card, bank fees for my payment transaction charged to the seller are 3%, so around $1.50 and so will the fee $1.50 for each further payment transaction or owner re laundry or payments of the owner of the laundry shop, or payments of the barber etc…..

Therefore, after 30 transactions, the initial $50 will remain only $5 and the remaining $45 became the property of the bank thanks to all digital transactions and fees.“

Fact check

Why should we pay cash everywhere with banknotes instead of a card?
Fact-check: Both cash and bank cards have their advantages. While cash can be useful in some situations, cards and digital payments often offer more convenience and security.

Circulation of Cash
Fact-check: The value of a $50 banknote remains the same as long as it is used for payment. This is an advantage of cash, as it can be transferred directly without additional fees.

Digital Payments and Transaction Fees
Fact-check: The costs associated with digital payments vary greatly. Some banks and payment providers charge fees, while others do not. The amount of the fees depends on the bank, the country, and the type of transaction.

False Assumption About Cumulative Fees
Fact-check: The claim that the majority of the money goes to the bank as fees after several digital transactions is false. This assumption greatly exaggerates and misunderstands how fees actually work.

Costs of a Debit Card
Fact-check: The monthly costs of a debit card vary greatly from bank to bank and country to country. Some banks offer free debit cards, while others charge fees.

Conclusion:The viral claims are misleading. Digital payments can often be more convenient and secure than cash payments. It is important to be aware of the potential costs and benefits of both payment methods.


En langue française: Paiements Numériques vs. Espèces : Un Vérificateur de Faits Complet sur les Affirmations Virales

Actuellement, une affirmation circulant sur les réseaux sociaux compare l’utilisation d’argent liquide aux méthodes de paiement numériques, en particulier en ce qui concerne les coûts associés. Cette affirmation suggère que les coûts des transactions numériques sont significatifs et peuvent, au fil des transactions répétées, conduire à des pertes considérables. Elle indique également que ces coûts sont prélevés par les banques. En utilisant de l’argent liquide, ces coûts pourraient être évités.

Cependant, cette affirmation repose sur une série d’hypothèses et de simplifications qui ne correspondent pas nécessairement à la réalité. Par exemple, il est supposé que chaque transaction numérique entraîne des frais, et que ces frais sont à nouveau prélevés à chaque étape de la chaîne transactionnelle. En réalité, les frais varient considérablement et ne sont pas nécessairement appliqués à chaque transaction.

L’affirmation offre donc une représentation simplifiée et partiellement trompeuse des coûts des paiements numériques par rapport à l’argent liquide. Elle ignore également les avantages potentiels des paiements numériques, tels que la commodité, la sécurité et le suivi plus facile des dépenses.

La lettre-chaîne:

„Pourquoi devrions-nous payer en espèces partout plutôt qu’avec une carte bancaire ? – J’ai un billet de 50€ dans ma poche, je vais au restaurant et je règle mon repas avec le billet. Le restaurateur utilise ces 50€ pour payer sa facture de buanderie. Le propriétaire de la buanderie règle sa coupe chez son coiffeur. La coiffeuse utilise ces 50€ pour payer au supermarché.

Après un montant illimité de paiements mon billet de 50 € reste le même et a rempli son but pour tous ceux qui l’ont utilisé comme paiement et la banque n’a aucun travail ni interférence avec une transaction de paiement en espèces. MAIS : – SI je vais au restaurant et que je paye numériquement avec ma carte bancaire, – le coût de mon paiement numérique facturé au propriétaire du restaurant y compris les frais de transaction en pourcentages est de 2,5% en moyenne, ce qui revient donc à 1,25 €, et aussi pour chaque transaction subséquente de paiement.

(Cela signifie que chaque prochaine transaction de paiement coûte 1,25 €) – les mêmes frais sont mis en œuvre si le propriétaire du restaurant paie numériquement sa facture de nettoyage à la buanderie, – les paiements du propriétaire de la buanderie chez le coiffeur, – ainsi que les prochains paiements, etc. Par conséquent, après les 36 premières transactions de ces 50 €, il ne restera plus que 5 € et les 45 € restants sont devenus la propriété de la banque… merci à toutes les transactions et frais numériques !

De plus, le coût d’une carte bancaire est en moyenne de 2,25 € par mois, donc après avoir économisé pendant un mois, vos 50 € ne valent que 47,75 €. L’argent est parti à la banque et vous ne pouvez plus le dépenser. Vous comprendrez certainement pourquoi les banques vous encourage, voir vous force de plus en plus à utiliser l’argent électronique en limitant la disponibilité et l’accès à l’argent liquide.“

Vérification des faits:

Pourquoi devrions-nous payer en espèces partout plutôt qu’avec une carte bancaire ? 
Vérification des faits: Les espèces et les cartes bancaires ont toutes deux leurs avantages. Tandis que les espèces peuvent être utiles dans certaines situations, les cartes et les paiements numériques offrent souvent plus de commodité et de sécurité.

Circulation des espèces
Vérification des faits: La valeur d’un billet de 50 € reste la même tant qu’il est utilisé comme moyen de paiement. C’est un avantage de l’argent liquide, car il peut être transféré directement sans frais supplémentaires.

Paiements numériques et frais de transaction
Vérification des faits: Les coûts des paiements numériques varient considérablement. Certains établissements bancaires et prestataires de paiements facturent des frais, tandis que d’autres non. Le montant des frais dépend de la banque, du pays et du type de transaction.

Fausse hypothèse sur les frais cumulatifs
Vérification des faits: L’affirmation selon laquelle la majorité de l’argent passe en frais à la banque après plusieurs transactions numériques est fausse. Cette hypothèse exagère fortement et ne comprend pas comment les frais fonctionnent réellement.

Coûts d’une carte de débit
Vérification des faits: Les coûts mensuels d’une carte de débit varient considérablement d’une banque à l’autre et d’un pays à l’autre. Certaines banques offrent des cartes de débit gratuites, tandis que d’autres facturent des frais.

Conclusion: Les affirmations virales sont trompeuses. Les paiements numériques peuvent souvent être plus pratiques et plus sûrs que les paiements en espèces. Il est important de se renseigner sur les coûts et les avantages potentiels des deux méthodes de paiement.


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