In letzter Zeit häufen sich auf Social-Media-Plattformen wie Instagram und Facebook betrügerische Werbeanzeigen, die vermeintliche Sonderangebote von Discountern wie Hofer und Lidl anpreisen. Diese Anzeigen behaupten, dass die Discounter aufgrund der Eröffnung ihrer 10.000sten Filiale eine GoPro für nur 139 Euro verkaufen. Doch Vorsicht: Hier handelt es sich um eine Masche, um Sie in eine Abofalle zu locken.

Täuschung durch hohe Rabatte und angebliche Sonderangebote

Die betrügerischen Anzeigen werben mit verlockenden Rabatten und Sonderaktionen, die den Eindruck erwecken, die Discounter wollten ihre Kunden belohnen. Mit Slogans wie „Originalpreis 449€, aktueller Preis 139€!“ für eine GoPro und dem Versprechen eines zusätzlichen Einkaufsgutscheins im Wert von 50 Euro versuchen die Betrüger, das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen.
Die Anzeigen sind professionell gestaltet und oft mit Logos und Bildern bekannter Discounter versehen, um den Anschein von Authentizität zu erwecken. Die Opfer werden aufgefordert, auf die Anzeige zu klicken, um von dem limitierten Angebot zu profitieren.

Screenshots von betrügerischen Anzeigen

Die betrügerischen Anzeigen sehen oft sehr professionell aus und verwenden die Logos und das Design der echten Unternehmen, um potenzielle Opfer zu täuschen. Hier sind einige Beispiele solcher Anzeigen:

  • Anzeige im Namen von Hofer: Behauptet, dass die GoPro aufgrund der Eröffnung der 10.000sten Filiale für 139 Euro verkauft wird.
  • Anzeige im Namen von Lidl: Gleiche Behauptungen und Angebote, nur mit Lidl-Logo.
  • Anzeige im Namen von Aldi: Dieselbe Masche, nur diesmal mit dem Logo von Aldi.
Screenshot einiger Werbeanzeigen (Quelle: Watchlist Internet)
Screenshot einiger Werbeanzeigenfür GoPro (Quelle: Watchlist Internet)

Was passiert nach dem Anklicken der Anzeige zur GoPro?

Wer auf eine solche Anzeige klickt, landet auf einer betrügerischen Webseite, die noch einmal auf die angebliche Aktion hinweist und den Besucher unter Zeitdruck setzt. Oft wird behauptet, das Angebot sei nur für eine begrenzte Anzahl von Personen verfügbar, um die Dringlichkeit zu erhöhen.

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Am Ende der Webseite befindet sich ein Bestellformular, in dem persönliche Daten wie Name, Telefonnummer und Adresse abgefragt werden. Nach dem Absenden der Bestellung folgt die böse Überraschung: Plötzlich wird eine 7-tägige Testphase erwähnt, über deren Kosten und Bedingungen jedoch keine weiteren Informationen gegeben werden.

Screenshot zur Bestellung (Watchlist Internet)
Screenshot zur Bestellung und Probezeit zur GoPro (Watchlist Internet)

In die Abofalle getappt – was tun?

Wenn Sie auf eine solche betrügerische Werbung wie der zur GoPro hereingefallen sind und Ihre Daten eingegeben haben, sollten Sie sofort handeln:

  • Kontaktieren Sie den Abo-Anbieter: Erklären Sie, dass kein rechtmäßiger Abonnementvertrag zustande gekommen ist und dass Sie die Forderungen nicht bezahlen werden.
  • Kontaktieren Sie Ihr Kreditkarteninstitut: Falls Ihre Kreditkartendaten abgefragt und bereits Beträge abgebucht wurden, fordern Sie diese zurück. Verweisen Sie dabei auf § 67 Zahlungsdienstegesetz 2018, wonach Beträge, die ohne Ihre Zustimmung abgebucht wurden, zurückzuerstatten sind.

Vermeidung und Schutz vor solchen Betrügereien

Um sich vor solchen Betrügereien zu schützen, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Ihnen ein Angebot zu gut erscheint: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch.
  • Prüfen Sie die Quellen: Klicken Sie nicht auf Anzeigen, sondern besuchen Sie die offiziellen Websites der Unternehmen, um die Echtheit des Angebots zu überprüfen.
  • Schützen Sie Ihre persönlichen Informationen: Geben Sie niemals persönliche Daten auf unbekannten Webseiten ein.
  • Informieren Sie sich: Bleiben Sie über die neuesten Betrugsmaschen auf dem Laufenden und teilen Sie Ihr Wissen mit Freunden und Familie, um diese ebenfalls zu schützen.

Fragen und Antworten

  1. Woran erkenne ich, dass ein Angebot betrügerisch ist?
    Betrügerische Anzeigen nutzen oft unrealistisch hohe Rabatte und zeitlich begrenzte Angebote, um potenzielle Opfer unter Druck zu setzen. Achten Sie auf die URL der Website, die Sie besuchen sollen, und achten Sie auf Rechtschreibfehler oder ein unprofessionelles Design. Besuchen Sie im Zweifelsfall die offizielle Website des Unternehmens, um zu überprüfen, ob das beworbene Angebot dort aufgeführt ist.
  2. Was soll ich tun, wenn ich auf eine betrügerische Anzeige geklickt habe?
    Wenn Sie auf eine betrügerische Anzeige geklickt und persönliche Daten eingegeben haben, sollten Sie sich umgehend mit dem Abo-Anbieter in Verbindung setzen und ihm erklären, dass kein rechtmäßiger Vertrag zustande gekommen ist. Melden Sie den Vorfall auch der Plattform, auf der die Anzeige geschaltet wurde, damit diese entfernt wird. Überprüfen Sie auch Ihre Kreditkartenabrechnungen und fordern Sie unrechtmäßige Abbuchungen zurück.
  3. Welche rechtlichen Schritte kann ich unternehmen, wenn mir durch eine solche Abofalle Kosten entstanden sind?
    Wenn Ihnen durch eine betrügerische Abofalle Kosten entstanden sind, haben Sie das Recht, diese zurückzufordern. Wenden Sie sich an Ihr Kreditinstitut und verweisen Sie auf § 67 Zahlungsdienstegesetz 2018, wonach Beträge, die ohne Ihre Zustimmung abgebucht wurden, zurückzuerstatten sind. Informieren Sie auch die Verbraucherzentrale über den Betrugsfall.
  4. Wie kann ich mich künftig besser vor Online-Betrug schützen?
    Um sich vor Online-Betrug zu schützen, sollten Sie immer vorsichtig mit Ihren persönlichen Daten umgehen und bei ungewöhnlich günstigen Angeboten misstrauisch sein. Verwenden Sie starke, einzigartige Passwörter für Ihre Online-Konten und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo immer dies möglich ist. Halten Sie Ihre Software und Antivirenprogramme auf dem neuesten Stand, um sich vor Malware und Phishing-Angriffen zu schützen.
  5. Wo kann ich mich über aktuelle Betrugsmaschen informieren?
    Aktuelle Informationen zu Betrugsmaschen finden Sie auf Webseiten wie der Verbraucherzentrale oder spezialisierten Plattformen wie Mimikama, die sich auf die Aufklärung über Online-Betrug und Falschinformationen spezialisiert haben. Abonnieren Sie deren Newsletter oder folgen Sie ihnen in den sozialen Medien, um auf dem Laufenden zu bleiben.
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Fazit

Betrügerische Werbung ist leider weit verbreitet und kann zu erheblichen finanziellen Schäden führen. Daher ist es wichtig, stets wachsam zu sein und verdächtige Angebote kritisch zu hinterfragen. Sollten Sie dennoch in eine Abofalle getappt sein, handeln Sie schnell und machen Sie Ihre Rechte geltend. Bleiben Sie informiert und geben Sie Ihr Wissen weiter, um sich und andere zu schützen.

Quelle: watchlist-internet

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Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)