Vorsicht: Unbekannte versenden gefälschte Einladungen zur documenta

Kathrin Helmreich, 27. November 2020
documenta fifteen - Vorsicht bei einem Einladungsschreiben via E-Mail
documenta fifteen - Vorsicht bei einem Einladungsschreiben via E-Mail

Die documenta warnt vor gefälschten E-Mails, die zu einer Teilnahme der fünfzehnten documenta in Kassel einladen.

Die documenta ist weltweit eine der bedeutendsten Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst, findet alle fünf Jahre statt und dauert jeweils 100 Tage. Anlässlich der fünfzehnten documenta im Jahr 2022, die in Kassel stattfindet, verschicken offenbar Betrüger gefälschte E-Mails im Namen dieser.

Die gefälschten Schreiben richten sich an Kuratoren, Museumsdirektoren und Künstler und wecken falsche Hoffnungen, indem eine Ansprache des Empfängers in Bezug auf sein Schaffen stattfindet. Die Fälschungen seien laut einer Sprecherin gegenüber derStandard zwar oberflächlich, aber mit Aufwand betrieben. So werde mit dem Namen des Artistic Teams in Verbindung mit Fake-Namen hantiert.

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Woher die E-Mails stammen ist noch unklar. die documenta sei aber bereits zusammen mit Experten daran, den Absender der E-Mails ausfindig zu machen und bittet alle Empfänger von Einladungsschreiben, sich zu melden und warnt auf ihrer Webseite vor dem Betrug.

Auch wenn offenbar noch kein materieller Schaden entstanden sei, bedauert die documenta, viele Künstler enttäuschen zu müssen, da die Teilnahme eine große Auszeichnung für diese darstellt.

Die nächste Ausgabe der documenta findet vom 18. Juni bis 25. September 2022 in Kassel statt und wird mit der offiziellen Bezeichnung „documenta fifteen“ vom indonesischen Künstlerkollektiv Ruangrupa geleitet.

Der Fall erinnert an die gefälschten Einladungsschreiben im Namen der Münchner Sicherheitskonferenz 2021. (wir berichteten) Es handelte sich hierbei um einen Phishing-Versuch. Die Daten wurden über eine angehängte PDF-Datei abgefischt.

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Weitere Quellen: Zeit.de, Deutschlandfunk Kultur
Artikelbild: Rawpixel.com / Shutterstock


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