Kiew: Durchsuchung nicht bei Klitschko und nicht aktuell

Autor: Claudia Spiess

Eine Durchsuchung durch den Geheimdienst SBU fand nicht in Klitschkos Wohnung statt und hat auch nichts mit den aktuellen Ereignissen zu tun.

Während sich in der Ukraine die Ereignisse überschlagen, werden alte Themen neu verbreitet und damit von Vielen in Kontext mit der aktuellen Situation gebracht. Was aber nicht der Fall ist – zumindest nicht bei diesem Video von einer angeblichen Durchsuchung in Vitali Klitschkos Wohnung.

Durchsuchung durch Geheimdienst SBU

Der ehemalige Box-Weltmeister Vitali Klitschko ist seit 2014 Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Im Mai 2021 hatten Mitarbeiter des Geheimdienstes SBU den Wohnkomplex betreten, in dem Klitschko wohnt. Hier sollen Durchsuchungen durchgeführt worden sein, die allerdings laut SBU nichts mit Klitschko zu tun hätten.
Das Video davon wird nun wieder kommentarlos in sozialen Medien geteilt – HIER.

Screenshot Facebook Video
Screenshot Facebook Video

Dadurch entsteht der Eindruck, dass es sich möglicherweise um aktuelle Geschehnisse handeln könnte, was allerdings nicht der Fall ist.
Der Timestamp zu Beginn des Videos zeigt den Aufnahmezeitpunkt „05-18-2021 Tue 06:06:01“.

Das Video stammt von Mai 2021

Das Video ist auf Facebook auch bereits im Mai 2021 zu finden – HIER.
Auch hat beispielsweise der Spiegel am 18.05.2021 über die Durchsuchung durch den SBU berichtet.
Klitschko war zum Zeitpunkt der Durchsuchung nicht in seiner Wohnung. Damals kritisierte er dies und warf der ukrainischen Regierung „Einschüchterung“ vor, wie man in einem Bericht vom 18.05.2021 sehen kann:

Fazit

Das Video hat nichts mit der aktuellen Situation in Kiew zu tun. Die Durchsuchung fand bereits im Mai 2021 statt.
Auch wurde Klitschkos Wohnung nicht durchsucht, wie der Geheimdienst SBU angibt.
Wichtiger denn je ist es nun, sämtliche Meldungen kritisch zu hinterfragen.


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Quelle: dpa, Spiegel

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