Betrugsmasche auf eBay-Kleinanzeigen: Der Dreiecksbetrug

Autor: Ralf Nowotny

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Warnung
Warnung

Dies ist eine Masche, die nicht einfach zu durchschauen ist: Beim Dreiecksbetrug auf eBay-Kleinanzeigen „klemmt“ sich der Betrüger zwischen Verkäufer und Käufer.

Attraktive Angebote finden sich zuhauf bei eBay-Kleinanzeigen. Doch sollte der Blick nicht nur auf dem Objekt der Begierde liegen, sondern auch zum Verkäufer schweifen, denn immer öfter stecken Betrüger dahinter, die durch eine raffinierte Methode kostenlos an teure Waren kommen – und andere dafür zahlen lassen.

Wie funktioniert der Dreiecksbetrug?

Im Prinzip kann jeder Verkäufer und Käufer Opfer dieser Betrugsmasche werden, ungeachtet ob es sich um ein tolles Technikgerät oder um eine Antiquität handelt – Wenn den Betrügern die Ware gefällt, werden sie diese Methode einsetzen. Diese funktioniert so:

  1. Der Betrüger sieht die Ware, die er haben möchte und erstellt eine Kopie des Verkaufsangebots
  2. Ein Käufer meldet sich auf die Anzeige des Betrügers und möchte die Ware erwerben
  3. Gleichzeitig meldet sich der Betrüger beim echten Verkäufer und bekundet Interesse an der Ware
  4. Der Betrüger gibt dem Käufer die Zahlungsdaten, die er vom echten Verkäufer bekommen hat
  5. Gleichzeitig gibt der Betrüger dem echten Verkäufer eine Versandadresse (oftmals keine echte Wohnadresse, sondern eine öffentliche Adresse, z.B. eines Krankenhauses) und sagt ihm, dass er das Geld von einem Bekannten überweisen ließ
  6. Der echte Verkäufer sieht die Überweisung und schickt die Ware an den Betrüger
  7. Bis der Käufer nachfragt, wo die Ware bleibt, ist der Betrüger bereits untergetaucht

Oftmals werden auch vierte Personen mit einbezogen, beispielsweise arglose Menschen, die auf Kleinanzeigen hin einen einfachen „Job“ annehmen: Ware wird geliefert, sie müssen diese Ware einfach nur an eine Adresse im Ausland weiter versenden. Doch in Wirklichkeit wird man dann zum Zwischenmann für exakt solche Betrugsmaschen – und hat dann auch bald die Polizei vor der Tür stehen.

Wenn man selbst Opfer eines Dreiecksbetrugs wurde

Wichtig ist: Sofort den vermuteten Betrug bei eBay-Kleinanzeigen melden und um eine Klärung bitten. Bei Verwendung von PayPal als Zahlungsmethode ist es auch möglich, das Geld zurückerstatten zu lassen, da der echte Verkäufer nicht nachweisen kann, die Ware direkt an die Adresse des Käufers geschickt zu haben.

Leidtragender ist dann der Verkäufer: Das Geld ist wieder weg, die Ware ebenfalls.

Wie man sich vor Dreiecksbetrug schützen kann

  1. Die Kommunikation zwischen Verkäufer und Käufer sollte nur über eBay-Kleinanzeigen erfolgen!
  2. Als Verkäufer die Adresse nur direkt an den Käufer senden, keine andere Adresse akzeptieren, Adresse nötigenfalls über Suchmaschinen überprüfen
  3. Als Käufer überprüfen, ob es sich um einen neuen Nutzer handelt oder jemand, der schon lange und oft auf eBay-Kleinanzeigen inseriert
  4. auf eBay-Kleinanzeigen die „Sicher bezahlen“-Funktion verwenden: Durch diesen Treuhand-Schutz, der für Verkäufer kostenlos ist, den Käufer eine Gebühr kostet, sind beide Seiten vor Betrug geschützt
  5. Ware nie vor dem Geldeingang persönlich „von einem Bekannten“ abholen lassen, auch Schecks oder Bargeld in Umschlägen ablehnen

Quellen: eBay-Kleinanzeigen, Techbook
Auch interessant:
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