In einer umfassenden Studie mit 35.000 Personen hat die Stanford University unter der Leitung von Matthew Gentzkow und Hunt Allcott herausgefunden, dass der vorübergehende Verzicht auf soziale Medien wie Facebook und Instagram vor einer Wahl kaum Einfluss auf die politischen Überzeugungen der Nutzer hat. Die Studienteilnehmer, die für ihre digitale Abstinenz im Zeitraum vor und nach der letzten US-Präsidentschaftswahl bezahlt wurden, zeigten keine signifikanten Veränderungen in ihrer Einstellung gegenüber den beteiligten Parteien oder in ihrer Meinung zum angeblichen Wahlbetrug.

Die doppelte Wirkung von Facebook auf die Informationsaufnahme

Die in den „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlichten Forschungsergebnisse zeigen eine zweischneidige Rolle von Facebook im Informationsprozess. Einerseits schnitten Nutzer, die die Plattform nicht nutzten, bei Quizfragen zu aktuellen Ereignissen schlechter ab, was darauf hindeutet, dass Facebook eine wichtige Quelle für aktuelle Informationen sein kann. Andererseits waren diese Nutzer weniger empfänglich für weit verbreitete Falschinformationen, was die Bedeutung der Plattform für die Verbreitung sowohl wahrer als auch falscher Nachrichten unterstreicht.

Soziale Medien und die Wahlen in den USA: Eine gemischte Bilanz

Trotz des geringen direkten Einflusses auf Wahlentscheidungen lässt sich aus der Studie ableiten, dass soziale Medien durchaus das Potenzial haben, politische Einstellungen subtil zu beeinflussen. Insbesondere im Vorfeld der Präsidentschaftswahl 2020 zeigte sich, dass Facebook-Nutzer tendenziell etwas eher für Donald Trump als für Joe Biden stimmten, auch wenn dieser Effekt statistisch nicht signifikant war. Gentzkow und Allcott betonen die Notwendigkeit weiterer Forschung, um diese Beobachtungen zu verifizieren.

FAQ zum Thema Soziale Medien und politische Meinungen

Was sind die wichtigsten Ergebnisse der Stanford-Studie zum Einfluss von Social Media auf politische Meinungen?
Die Studie zeigt, dass die Abwesenheit von Plattformen wie Facebook und Instagram kaum Einfluss auf die politischen Überzeugungen der Nutzer hat. Sie weist auch auf die Rolle dieser Medien bei der Informationsvermittlung und der Verbreitung von Fake News hin.

Wie beeinflusst Facebook die Informationsaufnahme seiner Nutzer?
Nutzer, die Facebook aktiv nutzen, sind besser über aktuelle Ereignisse informiert, aber auch anfälliger für Falschmeldungen.

Können soziale Medien politische Einstellungen beeinflussen, auch wenn der direkte Einfluss gering ist?
Ja, die Studie deutet darauf hin, dass soziale Medien Wahlentscheidungen indirekt beeinflussen können, insbesondere durch die subtile Beeinflussung von Nutzerpräferenzen.

Was sagen die Forscher über den Einfluss von Facebook und Instagram auf die Wahl zwischen Donald Trump und Joe Biden?
Die Nutzung dieser Plattformen könnte leicht zu einer Präferenz für Donald Trump geführt haben, obwohl die Ergebnisse statistisch nicht signifikant waren.

Welchen weiteren Forschungsbedarf sehen die Wissenschaftler?
Es bedarf weiterer detaillierter Analysen, um die langfristigen Auswirkungen sozialer Medien auf die politische Landschaft und das Wahlverhalten zu verstehen.

Fazit

Die Studie unterstreicht die komplexe Rolle, die soziale Medien in der modernen politischen Landschaft spielen. Auch wenn der direkte Einfluss von Facebook und Instagram auf Wahlentscheidungen gering sein mag, so tragen sie doch zur Informationsverbreitung und möglicherweise zur politischen Polarisierung bei. Angesichts der ständigen Weiterentwicklung der sozialen Medien und ihres Einflusses ist es wichtig, ihre Rolle in der politischen Kommunikation weiterhin kritisch zu beobachten und zu erforschen.

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Quelle: pressetext

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