EMA-Datenbank: Beweis der Impfstoff-Gefahr? Nein!

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Die EMA-Datenbank wird immer wieder als Beweis für die Gefährlichkeit der Corona-Impfstoffe angeführt. Doch was bedeutet diese Datenbank?

Auf Social Media und im Netz werden immer wieder über „Tausende Fälle schwerer Nebenwirkungen“ von Corona-Impfstoffen berichtet. Dazu werden häufig die Auflistungen der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) herangezogen. Und tatsächlich, diese EMA-Datenbank ist voll mit Zahlen! Und sogar öffentlich einsehbar (HIER).

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Auf den ersten Blick wirkt das natürlich irritierend. So viele Zahlen, so viele vermeintliche Nebenwirkungen. Und dann noch eine offizielle Datenbank. Da muss doch was dran sein, oder? Nun, es ist nicht das erste Mal, dass wir uns dieser Datenbank widmen. Denn die EMA-Datenbank haben wir schon in mehreren Artikeln ausführlich beschrieben und auch gezeigt, um was es sich bei diesem Zahlen handelt. Daher als Fazit an dieser Stelle vorangestellt:

EMA-Datenbank listet NUR Verdachtsfälle

Bei den Zahlen aus der EMA-Datenbank handelt es sich lediglich um gemeldete Verdachtsfälle. Das sind keine bestätigten Zahlen und somit auch keine bestätigten Impfnebenwirkungen. Dementsprechend können diese Zahlen auch nicht als Beweis genutzt werden. Auf der Website der EMA-Datenbank wird das auch recht deutlich gesagt:

Auf dieser Website werden Daten zu Verdachtsfällen von Nebenwirkungen angezeigt, auch als Verdachtsfälle von Arzneimittelnebenwirkungen bezeichnet, für Arzneimittel, die im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) zugelassen sind.

Die in der Datenbank angeführten Datensätze treffen keine Aussagen darüber, ob die Impfungen die Ursache für die Beschwerden oder die Todesfälle sind. Es sind reine Verdachtsmeldungen, die an dieser Stelle ungeprüft sind. Die „Angaben zu Verdachtsfällen von Nebenwirkungen dürfen nicht so verstanden werden, als hätte das Arzneimittel oder der Wirkstoff die beobachtete Wirkung verursacht oder als sei das Arzneimittel oder der Wirkstoff nicht sicher in der Anwendung“, schreibt die EMA ebenso zu den veröffentlichten Daten. Am Ende bedarf es einer detaillierten Auswertung und einer wissenschaftlichen Überprüfung der Daten. An dieser Stelle verweisen wir zusätzlich auf den sehr ausführlichen Faktencheck des BR Faktenfuchs zum Thema EMA-Datenbank (HIER).

Häufig werden aus den Daten der EMA-Datenbank auch irgendwelche Sharepics erstellt und entsprechend auf Social Media verbreitet. Auf diesem Sharepics ist dann von tausenden Impftoten und hunderttausenden Nebenwirkungen die Rede. Diese Sharepics verschweigen ebenso, dass es sich lediglich um unbestätigte Verdachtsfälle handelt. Wir haben schon mehrere Faktencheck über diese Sharepics veröffentlicht (siehe hier, hier oder hier).

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