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Enkeltrick und Coronavirus: Betrüger passen ihre Methoden an!

Andre Wolf, 6. Mai 2020
Enkeltrick und Coronavirus
Enkeltrick und Coronavirus

Also ob es nicht genug Probleme aufgrund des Coronavirus gibt, passen Betrüger vermehrt ihre Fallen an, um andere Menschen zu berauben. Wir warnen vor einer Variante des Enkeltricks!

Diese Tricks sind nicht neu, sind lediglich der Situation angepasst worden: Wir reden hier vom sogenannten Enkeltrick! Betrüger nehmen Kontakt über Social Media oder das Telefon mit vorzugsweise älteren Menschen auf

Dabei geben sie sich als Verwandte, gerne als Enkel aus und behaupten, sie würden sich in einer Notsituation befinden und benötigen Geld. Dieses Geld würden sie nicht selbst abholen, sondern sie schicken einen Boten/Mittelsmann.

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Neu ist nun, dass behauptet wird, man befände sich in einem fremden Land und sei an Covid-19 erkrankt. Um behandelt zu werden, brauche man dringend das Geld.

Eine andere Variante des Enkeltricks sind Betrüger, die sich als Ärzte, Polizisten oder Rote-Kreuz-Mitarbeiter ausgeben und sich so Zugang zu Wohnungen verschaffen wollen. Gelingt ihnen das, stehlen sie in dieser Zeit Wertgegenstände.

Enkeltrick: Sensibilisierung erforderlich!

Wissen heißt erkennen! Nur wer die Enkeltricks kennt, kann sie auch erkennen, wenn man selbst die Falle gestellt bekommt. Nicht allein wir warnen, sondern auch das Bundeskriminalamt ersucht (insbesondere ältere Menschen), auf solche Kontaktversuche nicht einzugehen, diese sofort abzubrechen und der Polizei zu melden. Das Bundeskriminalamt schreibt:

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Grundsätzlich gilt es, unbekannten Personen ein gesundes Misstrauen entgegenzubringen und keinesfalls Forderungen zu erfüllen und die Türe zu öffnen. Geben Sie niemandem, weder persönlich, schriftlich oder telefonisch Ihre Daten – insbesondere Bankdaten – weiter.

Präventionstipps:
• Brechen Sie Telefonate, bei denen von Ihnen Geldaushilfen gefordert werden, sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.
• Kontaktieren Sie den vermeintlichen Verwandten, indem Sie ihn unter jener Telefonnummer zurückrufen, die Sie sonst auch verwenden. Bestehen Sie auf ein persönliches Treffen und geben Sie sich nicht mit einer Vertretung zufrieden.
• Lassen Sie niemanden in Ihr Haus oder ihre Wohnung, den Sie nicht kennen. Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme mit solchen Personen die Gegensprechanlage oder verwenden sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.
• Versuchen Sie, sich das Aussehen der Person für eine spätere Personsbeschreibung genau einzuprägen. Machen Sie wenn möglich ein Foto mit Ihrem Handy.
• Notieren Sie sich – sofern möglich – Autokennzeichen und Marke, Type sowie Farbe eines vermutlichen Täterfahrzeuges.
• Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle.
• Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.

Weiterführender Inhalt:

Betrügerische Telefonanrufe- So schützt du dich!


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