Facebook-Falle: Der Autounfall mit mehreren Toten

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Autor: Tom Wannenmacher

Gesunde Skepsis einschalten!
Gesunde Skepsis einschalten!

Betrüger versuchen mit einer erfundenen Schlagzeile über einen dramatischen Unfall Facebook-Nutzer in eine Phishing-Falle zu locken! Und dies nicht zum ersten Mal.

Auf Facebook wird – vermehrt in Gruppen – derzeit ein Beitrag geteilt, der von einem furchtbaren Autounfall berichtet. Es sollen mehrere Menschen verstorben sein, unter ihnen auch ein fünf Monate altes Baby.

Derartige Beiträge häufen sich in letzter Zeit. Sie alle führen in eine Phishing-Falle.
Als „Aufhänger“ werden immer extrem dramatische Unfälle vorgeschoben. So kam es im Januar auch zu einer Meldung über Flugzeugabstürze in Düsseldorf oder Berlin.

Gesunde Skepsis einschalten!

Viele von uns werden skeptisch, wenn sie von derart tragischen Unfällen hören. Zumindest sollte man in den Nachrichten – online oder auch im Fernsehen oder Radio – Berichte dazu sehen oder hören können. Bleibt es hier allerdings stumm und gibt es diese dramatischen Berichte nur auf Facebook, ist dies schon Grund genug, skeptisch zu sein.

Screenshot Facebook Beitrag
Screenshot Facebook Beitrag

Die Angabe „in unserer Stadt“ sagt nichts aus. Seriöse Medien würden den Ort des Geschehens veröffentlichen. Informationen zu eventuellen Verkehrsbehinderungen wären vermutlich angehängt. Der Link, der in dem Beitrag angeführt wird, führt auch nicht – wie man vermuten sollte – zu einer offiziellen Nachrichtenseite oder einer Seite von offiziellen Behörden wie Polizei, Rettung oder ähnlichem. Nein, dieser Link ist endlos lang, ein Kauderwelsch aus Zahlen und Buchstaben. Nicht gerade vertrauenswürdig.

Angeblich sollen hier die Namen der Toten aufgelistet werden, damit ihre Familien auf diesem Weg überprüfen können, ob ihre Liebsten in diesen angeblichen Unfall verwickelt waren.

Von der Schweizer Polizei kann man einen Bericht zu diesem Thema finden. In diesem wird  ebenfalls vor Phishing gewarnt.

Phishing!

Folgt man diesem Link trotzdem, gelangt man nicht zu einem Bericht oder zu einer „Opferliste“, wie hier angekündigt wird. Stattdessen gelangt man letztendlich zu einer vermeintlichen Facebook-Loginseite. Spätestens jetzt könnte man denken: „Moment, ich kam doch von Facebook, warum sollte ich auf einmal ausgeloggt sein?“

Denkt man das jedoch nicht und gibt hier brav wieder seine Daten ein, dann spielt man diese den Betrügern hinter dieser Falschmeldung zu.

Fazit

Je spektakulärer die Geschichte, desto eher solltest du dich informieren, ob es wirklich zu einem solchen Vorfall kam. Die Betrüger spielen hier mit den Emotionen der Menschen, um an ihre persönlichen Daten zu gelangen.

Prüfe gut, ob eine vermeintliche Schlagzeile dieses Risiko wert ist! Auch in diesem Fall ist der Verkehrsunfall einfach nur erfunden.

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