📖Wie erkennt man Facebook-Betrug im Alltag? Antworten finden Sie im Leitfaden Facebook-Betrug.
Angeblich kann man 500 € für einen Einkauf bei IKEA gewinnen, doch dahinter stecken Datensammler.
Eine gesponserte Werbung auf Facebook verspricht 500 €-Gutscheine für IKEA
Man müsse nur ein paar belanglose Fragen beantworten und seine Daten eingeben.
Ob es je einen Gewinn geben wird, ist zweifelhaft, denn dahinter stecken Datensammler, die die Daten weiterverkaufen.
In dieser gesponserten Werbung auf Facebook, die nur augenscheinlich von IKEA stammt, wird behauptet, man könne einen 500 €-Gutschein gewinnen:
Die Anzeige stammt nicht von IKEA
Wenn wir die Werbung anklicken, werden wir sofort von Kaspersky gewarnt:
Ohne Onlineschutz gerät man auf eine Seite, auf der man erst einmal einige belanglose Fragen beantworten muss, um sich zu „qualifizieren“.
Die Seite ist in IKEA-Farben gestaltet
Nach Beantwortung der Fragen soll man nun nur noch seine Adresse eingeben, um an dem Gewinnspiel teilzunehmen.
Doch Vorsicht: Der Veranstalter ist nicht IKEA, sondern Datensammler!
Ersichtlich ist dies am Fuß der Seite:
Die wahren Ersteller des Gewinnspiels
„Das erwähnte und hier dargestellte Unternehmen ist nicht verbunden, steht nicht in irgendeiner Weise (entweder direkt oder indirekt) in Verbindung und hat keine Geschäftsbeziehung mit GreenFlamingo UG oder mit dieser Kampagne. Diese Kampagne wird ohne Verbindung und Wissen in jeglicher Art mit dem Unternehmen durchgeführt.“
Mit anderen Worten: IKEA hat damit absolut nichts zu tun, „Green Flamingo“ täuscht aber im ganzen Verlauf, von der gesponserten Anzeige bis zur Dateneingabe, vor, dass es sich um ein IKEA-Gewinnspiel handelt!
Zudem wird behauptet, dass die Verwendung des Logos von IKEA unter dem Prinzip der „fairen Nutzung“ verwendet wurde, also alles legitim sei. Dies ist allerdings in diesem Fall nicht nur falsch, sondern sogar strafbar, da das Logo den Eindruck erwecken soll, dass IKEA die Ersteller der Seite wären, die Seite kommerziell handelt (Datenhandel) und solche Aktionen sich im Endeffekt rufschädigend auf den Möbelmarkt auswirken!
Datensammler und Lead Generierer
Exakt diese Methode (nur eben mit anderen Gutscheinen als Lockmittel) haben wir schon häufiger gesehen. Der Veranstalter Green Flamingo ist uns jedoch neu. Nichtsdestotrotz gehen neben diesem Veranstalter auch Firmen wie 7sections GmbH, adpublisher, red lemon media GmbH, Lead Spot Media, Proleagion und Planet49 mit der gleichen Methode vor.
Fazit
Dem User wird etwas versprochen und vorgegaukelt, das gar nicht stimmt. Der Statusbeitrag erweckt beim User den Anschein, er könne Gutscheine bekommen – doch dem ist nicht so.
Im Endeffekt geht es nur darum, dass die Lead Generierer die kompletten Daten der Nutzer zu bekommen, um diese dann per Mail, Telefon, SMS und postalisch mit Werbung zu überschütten.
Ob der versprochene Gewinn je verlost wird, ist unbekannt und zumindest zweifelhaft, da die Täuschung gleich zu Beginn mittels der irreführenden, gesponserten Werbung auf Facebook nicht legitim ist.
Tom Wannenmacher ist Gründer und Chefredakteur von Mimikama, Österreichs führender Faktencheck-Organisation. Seit 2011 kämpft er gegen Desinformation und Internetbetrug.
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum. Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG). Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein. (Mehr zur Arbeitsweise)
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