Hunderte Anzeigen zu Trumps Wahlkampagne, die auf den US-Zensus Bezug zu nehmen schienen, wurden bei Facebook geschaltet. Facebook hat diese deaktiviert.

Facebook löscht mehr als 1000 Werbeanzeigen von Trump – Das Wichtigste zu Beginn:

Werbeanzeigen von Donald Trump verletzten die Regeln gegen die Verbreitung von Falschinfos. Die Anzeigen wiesen einen Bezug zum US-Zensus auf, leiteten allerdings auf eine Umfrage zu Trumps Wahlkampagne weiter.

 Donald Trump: Mehr als 1000 Werbeanzeigen gelöscht

Ein Facebook-Sprecher hat bestätigt, dass mehr als 1000 Werbeanzeigen zur Wahlkampagne von US-Präsident Donald Trump gelöscht wurden, da sie die Regeln gegen die Verbreitung von Falschinfos verletzt hätten.

In der Werbebibliothek von Facebook sieht man, dass besagte Anzeigen zwischenzeitlich als inaktiv aufscheinen. Facebook zeigt hiermit offensichtlich, dass sie auf die Kritik reagieren, Einträge von Politikern nicht prüfen zu wollen.

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Bezug zum US-Zensus

Der US-Zensus trifft unter anderem Entscheidungen zur Aufteilung von Wahlkreisen. Die betreffenden Anzeigen Trumps hätten allesamt den Eindruck erweckt, Bezug zu einer offiziellen Regierungsseite zur US-Volksbefragung „Census“ zu haben.
Der Journalist Judd Leggum hat entdeckt, dass die Anzeigen allerdings zu einer Umfrage zu Trumps Wahlkampagne weiterleiteten, berichtet „Engadget“. Auch wird von „Engadget“ darauf hingewiesen, dass Facebook im vergangenen Jahr zugestimmt hätte, gegen irreführende Informationen zum US-Zensus vorzugehen.

Werden politische Einträge nun geprüft oder nicht?

Im Fall dieser Werbeanzeigen hätte Facebook das Versprechen im Bezug auf den Zensus gehalten. Allerdings gibt es hier einen Widerspruch. Nämlich den, dass Mark Zuckerberg immer wieder angab, er stehe für weitreichende Meinungsfreiheit und würde unter Umständen auch Falschinfos auf Facebook zulassen: Einträge von Politikern würden demnach weder auf Fakten geprüft oder gelöscht werden.

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Facebook-Mitarbeiter kritisierten dies in aller Öffentlichkeit, da sie meinten, Politiker würden „die Plattform als Waffe missbrauchen“.

Quelle: heise.de
Artikelbild: Mimikama

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