Auf Facebook kursieren ja oftmals diverse Meldungen, die als „Warnung“ an andere Nutzer deklariert werden. Ob es hierbei um das Widersprechen neuer AGB geht oder einfach nur wildes Teilen hervorrufen soll, schon oft erwiesen sich diese als Falschmeldungen. Was hat es also mit dieser Warnung über einen Hack auf sich?

Der neue Hack auf Facebook

Nun ist die Rede von einem „neuen Hack auf Facebook“, der wohl etwas Peinliches, Verstörendes anrichten kann, wenn man der Beschreibung glauben möchte. Hierum geht es:

Screenshot zum neuen "Facebook-Hack"
Screenshot zum neuen „Facebook-Hack“

Scheinbar hat jemand einen anderen Weg gefunden, um Menschen grundlos zu verletzen und zu beleidigen.
Achtung, Leute. Es gibt einen neuen Hack auf Facebook, der unter den Kommentaren zu deinen Kontakten ein verletzlicher Satz von dir enthält. Es ist sehr schmutzig und es scheint, als ob du es geschrieben hast.. Du siehst es nicht, aber deine Freunde sehen es. Diese Situation kann zu vielen Missverständnissen führen. Ich würde gerne allen meinen Kontakten sagen, dass wenn etwas unangemessen erscheint, nicht ich es bin… Wenn so etwas in meinem Namen passiert, lass es mich wissen!!! Danke! Danke! Bitte kopieren und einfügen.“

Alter Hack in neuem Gewand?

Offensichtlich funktioniert die Warnung, die hier kursiert. Schließlich hält sie sich in dieser Form – beziehungsweise leicht abgeändert – bereits seit mindestens 2016. Damals berichteten wir ebenfalls von einem „neuen Hack auf Facebook“. Unseren Artikel von damals findest du HIER.
Die Meldung dazu wurde mittlerweile wohl etwas entschärft, doch beschreibt sie dieselben Vorgänge.

Und auch hier soll man den Text nicht teilen, sondern kopieren und einfügen. Warum das? Ganz einfach: Damit bekommt jedes Posting einen aktuellen Touch. Man erkennt nicht auf den ersten Blick, dass diese „Information“ bereits seit langer Zeit durch Facebook geistert. Auch vermeidet man so, dass der Text verloren geht, wenn der ursprüngliche Verfasser seine Warnung löschen sollte.

Lesen Sie auch >   Missverständnisse rund um die schwedische Studie zu mRNA-Impfstoffen

Und was ist an diesem Hack nun dran?

Die Information in dem Text selbst ist sehr vage. Es gab Fälle, bei denen im Namen von Facebook-Nutzern fragwürdige Videos veröffentlicht wurden. Daran waren dubiose Browsererweiterungen schuld, was in den meisten Fällen nur Nutzer betraf, die „Google Chrome“ nutzten. Dies hatte allerdings nichts mit einem Hack zu tun. Auch darüber haben wir einen Artikel veröffentlicht, den du HIER nachlesen kannst.

Trotzdem könnten derartige Browsererweiterungen oder eine andere schädliche Facebook-Anwendung schuld daran sein, wenn man unbewusst Kommentare hinterlässt. Man sollte aber auch in Betracht ziehen, dass man einem Phishing-Angriff zum Opfer gefallen war, und Kriminelle in den Besitz der Facebook-Login-Daten gelangt sein könnten.

Was kann man dagegen tun?

Sollte man als Facebook-Nutzer Statusbeiträge, Videos oder Kommentare ungewollt posten, dann…

1) Kontrolliere bitte die Erweiterungen / Addons deines Webbrowsers und entferne jene, die dir nichts sagen und / oder dubios vorkommen.
2) Melde dich bei deinem Facebook-Konto AB und danach wieder an, bzw. ändere deine Kontaktadresse und dann dein Passwort bei Facebook.
3) Kontrolliere bitte deine Facebook-Anwendungen / Apps und entferne jene, die dir nichts sagen und / oder dubios vorkommen.

Dieses Sharepic, passend zum Thema, kannst du gerne kopieren und teilen!

Facebook: Warnung zu neuem Hack - Was ist da dran?

Das könnte dich auch interessieren: 
Achtung vor dieser Video-Nachricht im Facebook-Messenger! Die Tricks der Betrüger: Du bekommst eine Nachricht auf Facebook, öffnest diese und erschrickst. Du siehst deinen Vornamen und dahinter steht: „Ich glaube ich habe dich in diesem Video gesehen“ – Weiterlesen…

Passend zum Thema: Facebook-Help / Gehackte und gefälschte Konten

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)