Social-Media-Gigant Facebook testet derzeit das Einblenden von Wikipedia-Informationen bei Suchergebnissen.

Bei bestimmten Themen zeigt die Website des Zuckerberg-Imperiums bereits jetzt auf der rechten Seite passende Einträge der Online-Enzyklopädie an. Mit dem neuen Feature will Facebook laut „Social Media Today“ offenbar stärker gegen Fake-News-Vorwürfe vorgehen.

„Facebook nicht wasserdicht“

„Die Wikipedia-Informationen sind ein guter Anhaltspunkt, aber Facebook wird dadurch nicht wasserdicht. Es ist auf Wikipedia möglich ungeprüft viele unvollständige oder falsche Informationen in Artikel einzubauen. Facebook integriert momentan gerne automatisch aggregierte Daten. Anwender sollten hier vorsichtig sein und lieber mehrere Quellen suchen“, empfiehlt Social-Media-Experte Hendrik Unger http://36grad.de im Gespräch mit pressetext.

Das Wikipedia-Fenster auf Facebook zeigt nicht den ganzen Eintrag an, sondern nur eine kurze Zusammenfassung, beispielsweise eine Kurzbiografie bei Suchen nach Personen. User haben unter anderem bei Suchen nach US-Präsident Donald Trump sowie nach dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi Wikipedia-Fenster entdeckt. Hat die gesuchte Person einen Instagram-Account, zeigt Facebook auch einen Link dazu an.

 

Feature noch in Testphase

Laut Facebook befindet sich das Wikipedia-Feature noch in der Testphase, wobei unklar ist, wie lange diese laufen wird. Die zusätzlichen Informationen sind sowohl auf der Desktop-Version als auch der mobilen Version und der iOS-App der Plattform sichtbar, allerdings möglicherweise nicht für jeden Nutzer.

Die neue Funktion ähnelt den „Knowledge Panels“ von Google. Die Suchmaschine zeigt auch üblicherweise eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen über ein Ergebnis. Häufig stammen diese von Wikipedia. Facebook war in den vergangenen Jahren oft mit Fake-News-Vorwürfen konfrontiert. Das Einblenden von Wikipedia-Einträgen soll zumindest eine Gegenquelle zu Verschwörungstheorien und Fehlinformationen bieten.

Lesen Sie auch >   Facebook: Nutzer wird für eine Warnung vor vermeintlichem Betrug von der Justiz bestraft

Hinweis: Stellt man die Sprache auf „Englisch (US)“ um, dann kann man diese bereits auch im deutschsprachigen Raum bereits testen!

Quelle: pte
Artikelbild: Screenshot / mimikama

Hinweise: 1) Dieser Inhalt gibt den Stand der Dinge wieder, der zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell war. Die Wiedergabe einzelner Bilder, Screenshots, Einbettungen oder Videosequenzen dient zur Auseinandersetzung der Sache mit dem Thema.
2) Einzelne Beiträge entstanden durch den Einsatz von maschineller Hilfe und wurde vor der Publikation gewissenhaft von der Mimikama-Redaktion kontrolliert. (Begründung)