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Deshalb lohnen sich Fake-Gewinnspiele für Betrüger immer noch!

Kathrin Helmreich, 15. Juli 2020
Deshalb lohnen sich Fake-Gewinnspiele für Betrüger immer noch!
Deshalb lohnen sich Fake-Gewinnspiele für Betrüger immer noch!

Sei es das falsch verpackte iPhone, der Audi A3 oder ein 500-Euro-Gutschein für Ikea – tagtäglich hoffen dutzende Facebook-Nutzer auf den großen Gewinn, den es am Ende oft gar nicht gibt.

Sie hören einfach nicht auf: Immer wieder stampfen Betrüger gefälschte Facebook-Seiten aus dem Boden. Unter dem Deckmantel bekannter Unternehmen versuchen sie Nutzer mit Gewinnspielen anzulocken und die Masche geht auch wunderbar auf! Hunderte Nutzer nehmen täglich an Gewinnspielen gefälschter Seiten teil, denn sie hoffen auf das angebliche Traumhaus, Auto oder Geschenkkörbe, gefüllt mit Markenprodukten und Freikarten.

In den meisten Fällen existiert der Gewinn noch nicht einmal, aber warum gibt es dann solche Fake-Gewinnspiele überhaupt? Diese Frage beantworten wir dir hier:

Wer sich unsere Liste für Fake-Gewinnspiele ansieht, erkennt, dass die Masche äußerst aktuell und populär ist. Nutzer, die an den Gewinnspielen teilnehmen, glauben oft tatsächlich, sie können beispielsweise einen Gutschein gewinnen. Selten denkt der Teilnehmer daran, den Veranstalter auf Herz und Nieren zu prüfen. Dabei hilft schon oft ein Blick in die Kategorie „Info“, denn viele Betrüger machen sich nicht einmal die Mühe ein Impressum anzulegen oder anständige Teilnahmebedingungen vorzuweisen.

Diese Hinweise helfen dir, eine gefälschte Seite zu entlarven:

  • entweder wird eine bekannte Marke bzw. ein bekanntes Unternehmen repräsentiert oder es wird mit einem Phantasienamen gearbeitet
  • Nutzer werden zum “Liken” und “Teilen” animiert bzw. beinahe gezwungen
  • es gibt kein (glaubwürdiges) Impressum
  • keine Teilnahmebedingungen vorhanden
  • keine Kontaktmöglichkeit
  • kein korrektes Unternehmen (Impressum) vorhanden
  • Seite existiert erst seit kurzem
  • es werden keine Gewinner bekannt gegeben
  • Gewinne werden von Sponsoren zur Verfügung gestellt, die nicht auf den ersten Blick ersichtlich sind
  • die Gewinne werden mit kopierten Bildern aus dem Internet beworben
  • achte bei bekannten Unternehmen auf den häufig vorhandenen blauen Verifizierungshaken hinter dem Seitennamen im Titelbild

Wenn gleich mehrere oder sogar alle Punkte dieser Liste zutreffen, solltet man die Finger davon lassen!

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Warum eigentlich das Ganze?

Doch warum existieren solche Fake-Gewinnspiele auf Facebook überhaupt? Welches Interesse haben Ersteller solcher Fake-Seiten an den Interaktionen von Facebook-Nutzern?

Eine der Antworten lautet: Seitenverkauf und Likefarming!

Mit Hilfe dieser Lockveranstaltungen wird dann die Seite “gezüchtet”. Der Seitenbetreiber arbeitet daran, die Fanzahlen in die Höhe zu treiben. Ab einem bestimmten Punkt findet sich diese Seite dann zum Verkauf. Die Fans wundern sich lediglich irgendwann, welche Inhalte sie nach dem Verkauf zu Gesicht bekommen und warum sie diese Seite je gelikt haben.

Beispiel einer aktuellen gefälschten Seite im Namen von MediaMarkt
Beispiel einer aktuellen gefälschten Seite im Namen von MediaMarkt

Die andere Antwort: Affiliate

Und dann gibt es noch die Ködergewinnspiele, die auf ein Formular führen, wo der Teilnehmende dann seine Daten eingeben soll. So genannte Affiliate Programme.

Hierbei handelt es sich um eine Marketingmethode – eine auf dem Internet basierendes Provisionssystem. Zumeist muss sich der Nutzer im Zuge seiner Teilnahme dazu bereit erklären, Werbung (per Mail, Post und Telefon) von Sponsoren und Partnern erhalten zu dürfen.

Im schlimmsten Fall führen solche Ködergewinnspiele via Smartphone zu WAP-Billing Abofallen.

Beispiel eines Ködergewinnspiels im Namen von Ikea
Beispiel eines Ködergewinnspiels im Namen von Ikea

Merke dir also die Kriterien von Fake-Gewinnspielen gut:

  • kommentieren
  • teilen
  • liken
  • persönliche Nachricht schicken

Manchmal wird noch ein Teilnahmeschluss hinzugefügt, doch meistens werden die Gewinnspiele bereits vor diesem Termin von dem Betreiber wieder gelöscht.

Artikelbild: Shutterstock / Von Pavel105


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