Fake Microsoft-Mitarbeiter: Vorsicht bei Viruswarnungen auf dem PC

Autor: Janine Moorees

Warnung
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Es gibt wieder Fake Microsoft-Mitarbeiter, die behaupten, dass der Computer ihres Opfers einen Virus hat. Auf diese Weise versuchen sie, Geld von ihren Opfern zu erpressen.

Wie am gestrigen Sonntag (29.08.2021) bei der Polizei bekannt wurde, ist ein Mann Ende der vergangenen Woche Opfer falscher Microsoft-Mitarbeiter geworden.

Vorliegenden Erkenntnissen zufolge saß der 82-jährige Hildesheimer am letzten Donnerstag vor seinem Computer, als sich auf dem Bildschirm ein Fenster öffnete und der Rechner sich nicht mehr steuern ließ. Unter dem Hinweis, dass sein Rechner mit einem Trojaner infiziert worden sei, wurde der Mann aufgefordert, den Microsoft Support anzurufen. Nachdem das Pop-Up-Fenster am Folgetag noch immer da war, rief der spätere Geschädigte die angezeigte Nummer an, worauf sich eine Fake-Microsoft-Mitarbeiterin meldete. Im weiteren Verlauf gelang dieser ein Fernzugriff auf den Rechner des Mannes. Für die Freischaltung des Computers sowie für die Aktivierung eines Virenschutzes sollte der Mann einen niedrigen dreistelligen Betrag entrichten. Die Summe wurde sodann über das Online-Banking bezahlt. Nach etwa zwei Stunden habe der Mann seinen Rechner wieder nutzen können.

In zurückliegenden Pressemitteilungen wurde bereits mehrfach vor Anrufen falscher Microsoft-Mitarbeiter gewarnt. Aus gegebenem Anlass möchte die Polizei auch vor dieser Masche warnen, bei der sich die Betrüger anrufen lassen. Die Kriminellen versuchen dabei, Zugriff auf den Computer der Verbraucher zu erlangen und können so z.B. Schadsoftware installieren oder Zugangsdaten für Onlinekonten ausspähen.

Von daher ergehen folgende Verhaltenshinweise:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie unaufgefordert von vermeintlichen Microsoftmitarbeitern kontaktiert werden. Das Unternehmen nimmt von sich aus keinen persönlichen Kontakt zu Ihnen auf
  • Installieren Sie keinesfalls eine Software auf Ihrem Computer, wenn Sie dazu aufgefordert werden
  • Geben Sie keine persönlichen Daten an Dritte weiter
  • Melden Sie sich bei der Polizei, wenn sie Geschädigter einer solchen Masche geworden sind
Quelle: PP / Polizeiinspektion Hildesheim
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