Fake-Shops kommen viel zu häufig vor, und viele Verbraucher werden Opfer dieser Art von Betrug.

Doch wie kommen Konsumentinnen und Konsumenten eigentlich zu Fake-Shops? Mit dieser Frage hat sich die Watchlist Internet in den Sommermonaten beschäftigt. Klar wurde: Google- und Facebook-Werbung sind die größten Zubringer zu Fake-Shops. Über diese Wege kommt der Großteil der Opfer auf betrügerische Online-Shops.

Die Watchlist Internet erhält monatlich hunderte Meldungen von Leserinnen und Lesern, die mit ihren Beiträgen dabei helfen, andere vor Online-Fallen zu warnen. Um mithilfe dieser Meldungen mehr Präventionsmaßnahmen gestalten zu können, wurde ein Feld auf dem Watchlist Meldeformular hinzugefügt. Betroffene sollten erklären, auf welchem Weg sie zu der Online-Falle gekommen sind.

Meldungen von Betroffenen

  • „Es werden auf der Seite (durch irreführende Fotos und Videos mit tatsächlicher Markenware) riesige Boxen angeboten, angeblich Rücklaufware von Amazon Ebay…
    Geschickt wird jedoch dann nur minimalistische Plagiatsware aus China, die niemals dem Kaufpreis entspricht. Eine Rücknahme wird trotz dargestelltem Siegel verweigert.

    Weg zur Falle: Facebook Werbeeinschaltung
  • „Der bietet ein unglaublich umfangreiches Warenangebot an (…) Ich habe testweise einen Kajaksitz bestellt. Habe die Ware nicht erhalten.
    Weg zur Falle: Google Suche

Facebook und Google führen zu Online-Fallen

Die Ergebnisse sind eindeutig – von den 139 ausgewerteten Meldungen, kamen 36% der Betroffenen über diverse Social Media Plattformen zur Online-Falle. Diese beinhalten Facebook, Instagram, TikTok, Discord und weitere. Der Löwenanteil dieser Meldungen bezieht sich allerdings auf Facebook-Werbeanzeigen, über welche die Fallen gefunden wurden. Klar ist, BetrügerInnen nutzen Social Media Plattformen, um ihre Opfer in die Falle zu locken.

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33,1% der Betroffenen gaben an, die Falle über Google, also die Google Suche, Google Bildersuche oder Google Shopping gefunden zu haben. Ein Großteil der zusätzlichen 20,9% die Internetsuche als Weg in die Falle angegeben haben, kann höchstwahrscheinlich auch Google zugerechnet werden, da Google die am meisten verbreitete Suchmaschine im DACH-Raum ist.

BetrügerInnen wissen, wo sie ihre Opfer finden können. Sie sind auf den Diensten, die von KonsumentInnen am meisten verwendet werden, sehr stark vertreten. Deshalb bleibt wichtig: Prüfen Sie genau, wo Sie einkaufen!

Tipp – Fake-Shops im Blick

Mit dem Fake-Shop Detector, kaufen Sie sicherer im Internet ein. Der Detector, entwickelt im Rahmen mehrerer Forschungsprojekte, ist ein Zusatzprogramm für Ihren Internet-Browser. Mithilfe von Symbolen neben der Adressleiste in Ihrem Browser, warnt der Detector vor unseriösen oder Fake-Shops. Ein grünes Symbol bedeutet Entwarnung, bei gelb sind Sie aufgerufen selbst zu überprüfen, rot wird angezeigt, wenn es sich um einen Fake-Shop handelt oder das Risiko sehr hoch ist.

Quelle: Watchlist Internet
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